Reaktion auf sexuelle Gewalt in Brasilien Rio verbietet nach Vergewaltigung Sonnenschutzfolie

Die Vergewaltigung einer US-Studentin in einem Kleinbus in Rio de Janeiro hat ganz Brasilien schockiert. Um ähnliche Fälle in Zukunft zu verhindern, greift der Bürgermeister der Millionenstadt zu einer außergewöhnlichen Maßnahme.

Als Reaktion auf die Gruppenvergewaltigung einer US-Studentin in einem Kleinbus in Rio de Janeiro hat der Bürgermeister der Millionenstadt Sonnenschutzfolien in entsprechenden Fahrzeugen verboten. Die Abdunkelungen brächten die Passagiere in Gefahr, begründete Eduardo Paes das Dekret, das am Montag in Kraft treten soll.

Bei Verstößen drohen demnach eine Strafe von umgerechnet fast 470 Euro und die Beschlagnahmung des Fahrzeugs. In Rio de Janeiro sind tausende Kleinbusse Teil des öffentlichen Nahverkehrs.

Paes reagiert mit der Maßnahme auf die Vergewaltigung einer 21 Jahre alten Studentin, die mit ihrem französischen Freund in einen Kleinbus gestiegen war, um von der Copacabana in ein Ausgehviertel zu fahren. Beide wurden überwältigt und schwer misshandelt. Erst nach sechs Stunden wurden sie wieder freigelassen.

Nach Informationen der Nachrichtenwebsite G1 wurde der jungen Frau bei der Gruppenvergewaltigung auch die Nase gebrochen, ihr Freund habe eine Gesichtsfraktur und eine Blutung am Auge davongetragen.

Bislang wurden in dem Fall zwei Verdächtige festgenommen. Nach einem dritten Mann wird noch gefahndet.