Promis der WocheUma Thurman verwünscht Harvey Weinstein: "Eine Kugel wäre zu gut für dich"

Die Schauspielerin schließt Harvey Weinstein ausdrücklich vom Thanksgiving-Gruß aus. Außerdem in den Promis der Woche: Ein Sportlerpaar namens Schweinovic postet drei weiße Paar Schuhe und Boris Becker erhält einen Liebesbrief, den die ganze Welt lesen kann.

Normalerweise geht es in dieser Rubrik um Hochzeiten, Hochgefühle und Hochglanzauftritte. Doch in dieser Woche müssen wir mit einem ernsteren Thema beginnen. US-Schauspielerin Uma Thurman, 47, bekannt vor allem aus den Tarantino-Filmen Pulp Fiction und Kill Bill, hat sich auf Instagram zu Wort gemeldet. Vordergründig ist ihr Post ein Gruß zum wichtigsten Feiertag in den USA. "Happy Thanksgiving" schreibt Thurman. "Ich bin dankbar für mein Leben und für alle, die ich liebe und für alle, die den Mut haben, für andere einzustehen".

Doch dann wird aus dem Festtagsgruß eine Anklage in der Me-too-Debatte. Lange hatte Thurman geschwiegen, in einem Interview mit einem US-Magazin hatte sie vor einigen Wochen gesagt, sie sei zu wütend, um sich zum Fall Weinstein zu äußern. Diesem wird vorgeworfen, zahlreiche Frauen belästigt und in einigen Fällen auch vergewaltigt zu haben.

Mit ihrem Post legt Thurman nahe, dass auch sie Opfer sexueller Gewalt war, ohne die Vorwürfe jedoch zu konkretisieren. Zahlreiche Filme, in denen Thurman mitgespielt hat, hat Weinstein produziert hat.

Thurman schreibt, es sei wichtig, sich Zeit zu nehmen, fair und korrekt zu sein. Sie wünsche daher allen einen fröhlichen Feiertag, außer "Dir, Harvey, und deinen bösen Mittätern". Und dann legt sie nach: Sie sei froh, dass es langsam gehe. "Du verdienst keinen Gnadenschuss", schreibt Thurman. Vermutlich spielt Thurman damit darauf an, dass sich nach und nach immer mehr Frauen melden und Weinstein sich seit Wochen konstant den Anschuldigungen stellen muss, über Jahre hinweg sexuelle Gewalt ausgeübt zu haben. "Stay tuned" - bleibt dran, schreibt die Schauspielerin zum Schluss und deutet damit an, dass sich der Fall Weinstein noch weiterentwickeln dürfte.

Bild: Matthias Nareyek/Getty Images 24. November 2017, 09:212017-11-24 09:21:50 © SZ.de/olkl/csi