Portugal Auto rast in Pilgergruppe

Im Morgengrauen verliert ein junger Mann in der Nähe von Coimbra die Kontrolle über seinen Wagen. Fünf Menschen auf Wallfahrt sterben. Drei weitere Personen werden lebensgefährlich verletzt.

Ein Autofahrer ist in Portugal in eine Pilgergruppe gerast und hat dabei fünf Menschen getötet. Der Unfall geschah nach Angaben der portugiesischen Polizei am Samstag um vier Uhr morgens auf einer Schnellstraße nahe der Stadt Coimbra im Zentrum des Landes. Bei den Todesopfern handele es sich um zwei Jugendliche und drei Erwachsene im Alter zwischen 16 und 53 Jahren. Drei weitere Pilger seien lebensgefährlich verletzt worden, sie würden in Krankenhäusern behandelt. Der Fahrer, so die Polizei, habe aus noch unbekannter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, sei auf die Gegenfahrbahn geraten und in die etwa 80-köpfige Gruppe gefahren. Der 25-jährige Mann, der mit leichten Verletzungen davongekommen sei, solle rasch einem Richter vorgeführt werden. Die Pilger kamen aus der Gemeinde Mortágua, 30 Kilometer nordöstlich von Coimbra, und waren auf dem Weg zu einer Wallfahrtskirche. Mortáguas Bürgermeister José Julio Norte rief eine dreitägige Trauer aus: "Das ist der schwärzeste Moment meiner Amtszeit."