Philippinen Vier deutsche Bergsteiger sterben bei Vulkanausbruch

Die Bergsteiger waren schon auf dem Weg zurück ins Tal, als der Vulkan Mayon auf den Philippinen plötzlich ausbrach. Fünf Menschen wurden wohl von Gesteinsbrocken erschlagen, elf weitere Sportler verletzt.

Bei einem Vulkanausbruch auf den Philippinen sind fünf Bergsteiger ums Leben gekommen, darunter vier Deutsche und ein einheimischer Bergführer. Sie seien beim Abstieg von dem knapp 2500 Meter hohen Mayon gewesen, als sich im Krater plötzlich eine Explosion ereignete, sagte Tourveranstalter Marti Calleja. Augenzeugen sprechen von einer 500 Meter hohen Aschewolke. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs sollen etwa 30 Menschen auf den Hängen des Mayon unterwegs gewesen sein.

Die Polizei und der Gouverneur der Provinz Albay bestätigten die fünf Todesopfer. Eine der deutschen Frauen kam laut Pass aus Freiburg im Breisgau. Unter den elf Verletzten soll sich eine Österreicherin befinden.

"Die Verletzten sind alle Ausländer. Sie konnten nicht mehr laufen", berichtete der Bergführer Kenneth Jesalva im Lokalfernsehen, der unverletzt zum Basislager zurücklief und Alarm schlug. "Man muss sich vorstellen: die Geröllbrocken waren teils so groß wie ein Auto und kamen den Hang runter."

Die vier deutschen Teilnehmer der Bergtour waren nach Angaben des Tourveranstalters zwischen 22 und 35 Jahre alt. "Sie waren auf dem Weg nach unten, etwa einen halben Kilometer vom Gipfel entfernt", berichtete Calleja. "Die Gesteinsbrocken sind auf sie niedergegangen. Nach den Berichten, die wir bekommen, sind die Opfer erschlagen worden. Die, die überlebt haben, hatten sehr viel Glück." Der Leiter des Büros für Zivilverteidigung sagte hingegen, die Bergsteiger könnten auch an toxischen Gasen erstickt sein.

Nach seinen Angaben gab es keinerlei Hinweis auf einen bevorstehenden Ausbruch des Vulkans. "Es war keine Alarmstufe verhängt", sagte Calleja. Die Gruppe sei aus Cebu zum Mayon gereist: "Sie wollten unbedingt auf den Gipfel."

Der 2462 Meter hohe Mayon ist einer der aktivsten Vulkane der Philippinen. Er brach zuletzt Ende 2009 aus, weshalb Zehntausende Bewohner aus umliegenden Dörfern wegen starker Eruptionen fliehen mussten. Die Philippinen gehören zum sogenannten Pazifischen Feuerring mit besonders starker vulkanischer Aktivität.