New Orleans 19 Verletzte nach Schießerei auf Muttertagsparade

Bei einer Muttertagsparade in New Orleans fallen Schüsse - zwei Kinder und 17 Erwachsene werden verletzt. Die Polizei sucht nach drei Verdächtigen. Mit einer ihrer traditionellen Jazzparaden wollten Menschen den Muttertag feiern.

Bei einer Schießerei auf einer Muttertagsparade in New Orleans sind 19 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch zwei zehnjährige Kinder, sagte Polizeisprecher Garry Flot. "Viele der Opfer bekamen Streifschüsse ab", so Flot. "Die meisten Verletzungen sind nicht lebensgefährlich." Am Abend sollten jedoch noch zwei der schwerer Verletzten operiert werden.

Die Polizei suche nach drei Verdächtigen, die vom Tatort weggelaufen seien, hieß es weiter. Das FBI stufte den Vorfall als "Straßengewalt" ein, die keinen terroristischen Hintergrund habe.

Etwa 400 Menschen hatten sich feiernd und tanzend an den Straßenrändern eines ärmlichen Wohnviertels eingefunden, um den für New Orleans typischen "Second Line"-Zug von Bläsergruppen zu begleiten. Gegen 14.00 Uhr Ortszeit wurde der fröhliche Jazz-Zug zwischen kleinen Getränke- und Essensständen durch mehrere Schüsse ins Chaos gestürzt. Nach Flots Angaben stammten sie aus unterschiedlichen Waffen. Unter den Paradegästen brach Panik aus.

Polizisten, die den Zug begleiteten, hätten mehrere Männer fliehen sehen. "Es scheint, dass diese zwei oder drei Leute aus einem uns unbekannten Grund angefangen haben, in Richtung oder in der Menge zu schießen", sagte der Polizeichef von New Orleans, Ronal Serpas. "Es war innerhalb von ein paar Sekunden vorbei." Serpas kritisierte "den Egoismus von manchen Leuten, und ich denke, was uns alle frustriert, ist dass die großartige Kultur dieser Stadt manchmal ein bisschen unter dem selbstsüchtigen Verhalten mancher Leute leidet".