Murmeltiertag in Punxsutawney Phil sieht seinen Schatten

Ron Ploucha aus dem inneren Kreis des Punxsutawney Murmeltierklubs hält Phil den Wetternager.

(Foto: dpa)
  • Die USA müssen sich auf sechs weitere Wochen Winter einstellen: Punxsatawney Phil erblickte am Montagmorgen seinen Schatten.
  • Die Prognose des Murmeltiers ist eindeutig - aber nicht unwidersprochen.

Noch sechs Wochen Winter

Die dicken Pullover dürfen sie in Nordamerika frühestens Ende März wieder in den Keller räumen, denn vom heutigen Montag an erwarten Kanada und die Vereinigten Staaten noch sechs Wochen Winterwetter. So zumindest die Prognose von Punxsutawney Phil. Das berühmteste Murmeltier der Welt hat an diesem Montagmorgen seinen eigenen Schatten erblickt und demnach einen langen Winter vorhergesagt.

Der Murmeltierflüsterer

Der Murmeltier-Brauch wird seit Ende des 19. Jahrhunderts begangen, wurde durch den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" mit Bill Murray weltbekannt und hebt die Kleinstadt Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania Jahr um Jahr für einen Tag auf die internationale Landkarte - als "Wetterhauptstadt der Welt".

Am frühen Morgen des 2. Februar - die Tore öffnen bereits um drei Uhr nachts - versammelten sich auch in diesem Jahr Schaulustige und Medienleute im Park Gobblers Knob vor einem hohlen Baustumpf. Um 7.25 Uhr holte der amtierende groundhog handler, Präsident des innersten Kreises des Murmeltierklubs, Phil aus dem Stumpf. Es folgt der mystische Moment: Das Murmeltier raunt dem Mann zu, ob es seinen Schatten sieht - oder nicht. Der groundhog handler übersetzt die Prognose aus dem Mumeltierischen für den Rest der Welt.

Widersprüchliche Prognosen

Bleiben die USA nun also zumindest wettermäßig für die kommenden Wochen in einer winterlichen Endlosschleife gefangen? Nun ja, so eindeutig ist das freilich nicht. Denn längst ist Punxsutwaney Phil - gleichwohl seine Macht ungebrochen sein mag - nicht mehr das einzige Wettermurmeltier. Allein in Pennsylvania wagen unter anderem auch Octoraro Orphie und Grover the Groundhog ihre Prognosen. Die schärfste Konkurrenz kommt jedoch - wie so oft - aus Kanada. Dort übt sich Wiarton Willie seit den Fünfzigerjahren in Meteorologie. Willie sah seinen Schatten in diesem Jahr nicht. Klassischer Fall von Wetterpatt.