Angst um Spaziergänger: Auf Rügen hat es erneut einen Felsrutsch gegeben. Kurz vor dem Gesteinsabgang hatte eine Urlauberin am Strand unter der Abbruchstelle noch Menschen beobachtet.
Auf der Ostseeinsel Rügen sind erneut Teile der berühmten Kreidefelsen abgebrochen: 150 Tonnen Stein rutschten ins Meer. Befürchtungen, wonach sich zum Zeitpunkt des Abgangs noch Spaziergänger am Strand unterhalb der Abbruchstelle aufhielten, bestätigten sich nicht.
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Immer wieder rutschen Teile der berühmten Kreidefelsen auf Rügen ins Meer ab. (© dpa)
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In den frühen Abendstunden am Dienstag hatte eine Urlauberin den Felsrutsch an der Steilküste der Wissower Klinken beobachtet. Weil sie zuvor Personen am Strand unter dem Felsen gesehen hatte, alarmierte sie die Rettungskräfte. Feuerwehr, Technisches Hilfswerks (THW), Wasserschutzpolizei und Schutzpolizei suchten mit Hubschrauberunterstützung und Spürhunden bis in die Nacht fieberhaft nach möglichen Opfern. Wegen drohender weiterer Abbrüche wurde die Suche nach 22 Uhr allerdings eingestellt.
Polizei gibt Entwarnung
Nun die Erleichterung: "Wir gehen derzeit davon aus, dass sich keine Menschen unterhalb der Abbruchstelle befanden", sagte Polizeisprecher Uwe Schmidt in Stralsund. Hunde einer Rettungsstaffel hätten bei einer Suche am Geröllfeld nicht angeschlagen. Auch würden keine Menschen vermisst.
Der neuerliche Gesteinssturz gehört zu den eher kleineren Abbrüchen. An Rügens Kreideküste kommt es alljährlich zu Abbrüchen, wobei manchmal Tausende Kubikmeter abrutschen. Der bislang größte Abbruch mit rund 50.000 Kubikmetern ereignete sich im Februar 2005 an den Wissower Klinken. 2008 rutschten 25.000 Kubikmeter auf einmal ab.
Verursacht werden die Felsrutsche durch versickernden Regen, Spaltenfrost und Wellenschlag. Ohne die Abbrüche wären die leuchtenden Kreideklippen längst von Pflanzen zugewuchert. Gerade in diesem Jahr leuchten sie aber dank der großen Wäsche durch den reichlichen Schnee des letzten Winters besonders hell.
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(dpa/apn/jobr/mcs)
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ebenfalls die Klimaveränderung zugeschlagen hat. Ist doch heute für alle Naturereignisse Ursache. (:-))