Südwest-China Mindestens 43 Tote nach Erdbeben-Serie

18 Mal bebt die Erde im Südwesten Chinas: Erst erschüttern zwei Erdbeben die Region, dann folgen noch 16 Nachbeben. Dutzende Menschen kommen dabei ums Leben, mehr als 150 werden verletzt. Die Erdstöße wecken in der Bevölkerung schlimme Erinnerungen.

Bei einer Serie mittelschwerer Erdbeben im Südwesten Chinas sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. 150 weitere Menschen wurden verletzt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Mehr als 20.000 Häuser seien beschädigt worden, etwa 100.000 Menschen wurden evakuiert.

Das erste Beben hatte eine Stärke von 5,7, innerhalb einer Stunde folgte noch ein zweites, das etwas schwacher ausfiel. Dann erschütterten noch 16 Nachbeben die Region. Das Epizentrum befand sich etwa 15 Kilometer von Yiliang in der Provinz Yunnan entfernt in 9,8 Kilometern Tiefe. Auch in den benachbarten südwestchinesischen Provinzen Guizhou und Sichuan sollen die Beben zu spüren gewesen sein.

Im Fernsehen waren hunderte Menschen in Yiliang zu sehen, die sich weigerten, in ihre Häuser zurückzukehren. Das Gebiet ist immer wieder von Erdbeben betroffen. Bei einem schweren Beben in der südwestchinesischen Provinz Sichuan waren im Mai 2008 knapp 87.000 Menschen getötet oder als vermisst gemeldet worden.