Abruzzen-Katastrophe Die stärksten Erdbeben Italiens

Italien bebt immer wieder: 2002 starben 27 Erstklässler, 1997 wurde die Basilika von Assisi beschädigt und 1908 kamen 100.000 Menschen um.

Italien wurde schon oft von heftigen Erdstößen erschüttert. Beim folgenschwersten Beben seit Menschengedenken in Europa starben 1908 in Messina auf Sizilien und im Süden Kalabriens mehr als 100.000 Menschen. Einige schwere Erdbeben der vergangenen Jahre:

31. Oktober 2002: Unter Erdstößen der Stärke 5,4 bricht das Gebäude der Grundschule in der Kleinstadt San Guiliano di Puglia zusammen. Unter den 30 Toten sind 27 Erstklässler und eine Lehrerin, die unter Beton begraben wurden.

26. September 1997: Ein Beben der Stärke 5,7 in den Apenninen-Regionen Umbrien und Marken beschädigt in 77 Orten etwa 9000 Gebäude. Betroffen ist auch die Basilika von Assisi. Zwölf Menschen sterben in den Trümmern oder durch Herzinfarkte.

13. Dezember 1990: Erdstöße der Stärke 5,9 reißen 19 Einwohner im Osten Siziliens in den Tod und machen 500 obdachlos. Besonders stark betroffen sind Syrakus und Carlentini.

11. Mai 1984: L'Aquila und benachbarte Provinzen werden von einem Erdbeben der Stärke 5,2 heimgesucht. Drei Menschen kommen ums Leben, und 27.000 werden obdachlos. Rund 150 Kirchen und andere historische Baudenkmäler werden schwer beschädigt.

23. November 1980: Mindestens 3000 Menschen sterben, als in Neapel und 100 weiteren Orten der Region Kampanien die Erde bebt. Die Erdstöße erreichen die Stärke 6,5.

6. Mai 1976: Ein verheerendes Beben mit der Stärke 6,5 erschüttert die Region Friaul im Nordosten des Landes. Etwa 980 Menschen werden getötet. Unter den rund 30 verwüsteten Orten ist besonders Valneria betroffen.