U-Bahnhof Innsbrucker Ring Passanten verhindern Vergewaltigung

Zwei junge Männer ziehen in letzter Sekunde den Angreifer von seinem Opfer weg. Nach der Attacke am U-Bahnhof Innsbrucker Ring sitzt der Verdächtige nun in U-Haft. Die Ermittler prüfen, ob der Mann für weitere Taten verantwortlich ist.

Von Florian Fuchs

Zwei junge Männer haben am Dienstag in letzter Sekunde eine Vergewaltigung verhindert. Sie zogen den Angreifer am U-Bahnhof Innsbrucker Ring von seinem Opfer, einer 20 Jahre alten Frau, weg. Dann verständigten sie die Polizei und hielten den 35-Jährigen fest, bis die Beamten eintrafen. Die Ermittler prüfen nun, ob der Mann noch für weitere Taten verantwortlich ist. Erst vergangene Woche war es zu zwei sexuellen Übergriffen in Trudering gekommen.

Bei der versuchten Vergewaltigung am Dienstag war das Opfer um 1.30 Uhr nachts mit der U-Bahn zur Haltestelle Innsbrucker Ring gefahren. Die 20-jährige Studentin stieg aus, fuhr mit der Rolltreppe an die Oberfläche und ging in Richtung Bad-Schachener-Straße. Dort griff sie der 35-Jährige von hinten an, hielt ihr den Mund zu und warf sie zu Boden. Dann versuchte er, ihr in den Schritt zu fassen.

In diesem Moment kamen ein 24 Jahre alter Student und sein 22 Jahre alter Freund die Rolltreppe herauf. Sie sahen, wie der Angreifer auf der 20-Jährigen kniete und überwältigten ihn. Die Frau wurde bei dem Vorfall leicht verletzt. Der Angreifer, von Beruf Lagerist, sitzt in Haft.

Die Polizei wertet nun Videobilder aus der U-Bahn aus, um zu klären, ob der Mann der Frau bereits länger gefolgt war. In den Vernehmungen wollen sie außerdem klären, ob er noch weitere Übergriffe begangen hat. Vergangenen Donnerstag hatte ein Mann an der Haltestelle Innsbrucker Ring eine 17-Jährige angesprochen und war ihr bis Trudering gefolgt. Dort hatte er versucht, sie zu küssen. Am Montag vergangener Woche hatte ebenfalls in Trudering ein Mann eine Frau zu Boden geworfen und ihr an die Brust gefasst. Als sie laut schrie, flüchtete der Täter.