Vermisster Angler Die Suche geht weiter

Seit Tagen sucht die Polizei den Pilsensee ab. Bisher war der vermisste Angler nicht zu finden.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Polizei setzt auf dem Pilsensee Sonargeräte ein

Von Christian Deussing, Seefeld

Auch am dritten Tag nach dem Verschwinden eines 67-jährigen Anglers auf dem Pilsensee bleibt die Suche nach dem Mann erfolglos. Bis zum späten Nachmittag suchten Polizisten am Donnerstag mit einem Sonargerät vor allem die südliche Hälfte des Sees ab. Auf einem Boot waren Spürhunde, die selbst in größeren Tiefen Wasserleichen wittern können. Bisher gebe es aber keine neuen Erkenntnisse, teilte die Herrschinger Polizei mit.

Die Suchaktion nach dem Seefelder soll an diesem Freitag mit dem Sonargerät fortgesetzt werden. Ob jedoch wieder die Suchhunde und diesmal auch Polizeitaucher angefordert werden, war am Donnerstagabend noch unklar. Das Boot des Fischers war am Dienstagnachmittag mit laufendem Motor an das südöstliche Ufer in der Nähe eines ehemaligen Cafés angetrieben worden. Das hatte eine Urlauberin beobachtet und Alarm geschlagen. Die Wasserwacht Pilsensee und Schnelleinsatzgruppen aus Seefeld und Grafrath waren mit 40 Helfern an der Suche beteiligt, außerdem ebenso zwei Hubschrauber mit Wärmebildkameras. Doch die Aktion musste wegen des heranziehenden Gewitters am Dienstag abgebrochen werden.

Seit Jahrzehnten ist der vermisste Mann im Fischereiverein Pilsensee-Wörthsee aktives Mitglied. Die Fischerei und der Verein seien "sein Leben", erzählt die Ehefrau des Vermissten. Sie hoffe, dass die Polizei ihn bald findet, damit sie Abschied nehmen könne. Sie berichtet, dass ihr Mann zwar gesundheitlich angeschlagen sei, aber beim Fischen auf dem See kein Risiko eingegangen sei. "Er handelt immer sehr bedacht", sagte die Seefelderin der SZ. Es müsse ein Unfall gewesen sein, vielleicht sei ihr Mann beim Einholen einer Schnur oder bei einem "Abriss" über Bord gegangen.