Doris Superina hat ihre Diplomarbeit über Speed-Dating geschrieben. Ein Gespräch darüber, warum Frauen sich anders verhalten als Männer.
Die Münchnerin Doris Superina hat gerade ihre Diplomarbeit in Soziologie abgegeben. Das Thema: "Von coolen Typen und heißen Bräuten. Ritualisierungen von Männlichkeit und Weiblichkeit in der Interaktion bei einem Speed-Dating." Mit sueddeutsche.de hat die 25-jährige über Verhaltensmuster beim Speed-Dating und die Effektivität der Massendates gesprochen.
Speed-Dating-Expertin Doris Superina: "Das Klischee, Frauen reden so viel, trifft nicht zu." (© Foto: sonn)
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sueddeutsche.de: Eine Diplomarbeit über Speed-Dating - wie sind Sie auf dieses ungewöhnliche Thema gekommen?
Doris Superina: Vor einigen Semestern habe ich ein Seminar über qualitative Sozialforschung belegt. Dort haben wir eine Diskussion von Kriegskindern analysiert. Das hat mir Spaß gemacht, in meiner Diplomarbeit wollte ich auch Interaktionen untersuchen. Eines Abends erzählte dann die Mitbewohnerin meiner besten Freundin, dass sie auf einem Speeddating war. Da dachte ich - das ist es!
sueddeutsche.de: Was hat Sie fasziniert an den Massendates?
Superina: Ich fand die Frage interessant, ob Frauen und Männer sich unterschiedlich beim Speed-Dating verhalten. Ob die Klischees, die Frauen und Männern zugeschrieben werden, wirklich stimmen. Das Gute bei einem Speed-Dating ist, man hat viele Leute auf einmal, die versuchen zu flirten. Erste Dates in einem Café zu untersuchen, wäre viel aufwändiger gewesen.
sueddeutsche.de: Wie sind Sie an die Flirtwilligen gekommen?
Superina: Ich habe mich bei der Online-Flirtcommunity Münchner Singles angemeldet und in den Kalender eingetragen, dass ich ein Speed-Dating zu Forschungszwecken organisiere und es Getränke umsonst gibt. Es haben sich zehn Leute angemeldet. Ich habe dann bei jedem Paar ein Aufnahmegerät und eine Kamera postiert. Und dann hatten die Paare jeweils sieben Minuten Zeit, sich kennenzulernen.
sueddeutsche.de: Welche Verhaltensunterschiede haben Sie zwischen Frauen und Männern herausgefunden?
Superina: Auffällig war, dass Frauen fast durchgängig lachen und lächeln, die Männer dagegen fast nie. Der Unterschied war extrem. Während eine Frau bis zu 43 Mal in den sieben Minuten lacht, lacht der Mann nur fünf Mal. Und wenn der Mann einen Witz gemacht hat, lacht die Frau gleich mit. Wenn die Frau dagegen einen Witz gemacht hat, hat es den Mann gar nicht interessiert.
sueddeutsche.de: Woran liegt das?
Superina: Ich glaube, dass die Frauen geprägt sind, immer nett und freundlich zu sein. Sogar wenn sie den Gegenüber gar nicht interessant finden, setzen sie ihr Lachen oft ein.
sueddeutsche.de: Wie haben die Männer versucht zu punkten?
Superina: Die Männer haben jede Gelegenheit genutzt, um sich zu profilieren. Sie haben oft von ihrem Beruf und vom Sport gesprochen. Die Männer sagen: "Ich gehe ins Fitnessstudio, ich rudere, ich laufe Marathon." Es war richtig auffällig, dass die Männer extrem viel geredet haben. Das Klischee, Frauen reden so viel, trifft also offensichtlich nicht zu.
sueddeutsche.de: Die Frauen haben nur stumm zugehört?
Superina: Die Frauen haben viel gefragt. Ich weiß nicht, ob das daran lag, weil es sie interessiert hat, oder ob sie versucht haben, das Gespräch am Leben zu halten. Die Männer haben nur selten Gegenfragen gestellt.
sueddeutsche.de: Reichen sieben Minuten, um jemanden interessant zu finden oder sich gar zu verlieben?
Superina: Man kann jedenfalls einen ersten Eindruck gewinnen. Ein Pärchen in meiner Untersuchungsgruppe hatte sich zum Beispiel gar nichts zu sagen. Sie hatten Probleme, die sieben Minuten herum zu bekommen, indem sie darüber geredet haben, dass sieben Minuten ganz schön lang sind. Es war schrecklich, die haben einfach kein Gesprächsthema gefunden.
sueddeutsche.de: Halten Sie Speed-Dating für effektiv?
Superina: Bei mir im Freundeskreis haben schon einige bei einem Speed-Dating teilgenommen. Sie alle fanden es sehr witzig, allerdings haben sich bislang noch keine Pärchen gebildet. Es wäre mal interessant, eine Erfolgsquote zu ermitteln. Speed-Dating in München läuft jedenfalls ziemlich gut, die Termine sind immer schnell ausgebucht.
sueddeutsche.de: Und wäre es auch etwas für Sie?
Superina: Ich brauche jetzt erst einmal ein bisschen Abstand nach meiner Diplomarbeit, aber demnächst werde ich es auf jeden Fall auch einmal ausprobieren.
sueddeutsche.de: Haben Sie Tipps für Flirtwillige in München?
Superina: Mein Bruder hat mich auch schon ausgefragt. Den Männern würde ich raten, ein bisschen weniger zu reden. Aber für die Frauen habe ich keine besonderen Tipps, einfach natürlich sein.
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(sueddeutsche.de/wib/lala)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
Die neueste Antwort
"Selbst schuld, jeder bekommt das was er verdient "
Da gebe ich Ihnen recht.
Hiermit schießen sie mal wieder den Vogel ab. Und die Bedingungen dafür waren mehr als ungünstig.
Starker Seitenwind, Ziel in Spatzengröße, 500 mtr entfernt, Gewehr ohne Zielfernrohr und eine G3
doch sie haben es geschafft
""""""""""""""""""""""""
"""Nicht alle Frauen sind materialistisch eingestellt."""
Die Klugen und Intelleigenten aber schon, nur die Dummen sind nicht materialistisch eingestellt.. :-)))
Na ja, es muss auch idealistische Frauen, Typ Mutter Theresa geben sonst würden die Hartzer ja leer ausgehen.
Ich liebe die Klugen und Intelligenten................ """"""""""""""""""""
Ach und noch was.
Wenn sie so sind wie sie hier schreiben
"Liebe Frau A., bitte übertragen Sie Ihre Wertmaßstäbe nicht auf sämtliche anderen Frauen. Wenn Ihnen das Geld eines Mannes so wichtig ist, ist das Ihre persönliche Vorliebe, ich habe andere Kriterien. "
dann wären sie nicht drauf angesprungen. Was regen sie sich dann auf?
Die armen Frauen zu benutzen, welche die Männer aussuchen um ein leichteres Leben zu haben? Also bitte die haben doch auch nichts anderes verdient?
Was ist den mit den Männern die sich derart benutzen lassen? Diese armen Kerle, da gauckeln ihnen die Frauen die Liebe vor, dabei sind sie nur scharf auf sein Geld. Ich würde sagen, die kann man genau so wenig bemtileiden wie die Frauen. Selbst schuld, jeder bekommt das was er verdient
Sehen sie es so
wenn er mit seiner Lügennummer durchkommt und sie gleich am Anfang sich hingibt, ist das doch ihr Problem, oder?
Der böse böse Bengel, er ist ja so nett und hat so einen tollen Job, und bevor er mir entwischt, lass ich ihn mal ran.
Was hat sie wohl verdient, wenn sie auf den angäblichen Beruf und die Kohle anspringt?
Ja was wohl? Ihre Oberflächlichkeit und Naivität nicht genau hin zu schauen oder ihr Sicherheitsdenken einen dicken Fisch an der Angel zu haben? Interessante Frage
"In sieben Minuten können Sie entscheiden, ob Ihnen jemand sympathisch ist oder nicht. Sie können allenfalls noch herausfinden, ob Sie sich prinzipiell was zu sagen haben oder ob es für einen optischen One Night Stand reicht. "
Wenn mir jemand unsympathisch ist und ich ihm/ihr prinzipiell nix zu sagen habe, brauche ich das Ganze nicht weiter zu verfolgen, je früher man das voneinander weiß, desto besser für beide Seiten, oder? Soweit ich weiß, geht es beim Speeddating um nix anderes als darum, vorzufiltern. Für den ersten Eindruck reicht es doch theoretisch aus, ein Liedchen in Suaheli zu singen - ich würde (offenbar eine echte Frauenperspektive) sogar sagen, "was er sagt, ist solange egal, wie es nicht völliger Blödsinn ist". Zum Beispiel verkrampfte Angeberei! wenn "er" denn wirklich Pilot mit siebenstelligem Bankkonto, seitenlangem Stammbaum sowie Doktortitel der Philosophie sein sollte, hätte er bei mir vermutlich nur eine Chance, wenn ich das alles im Laufe von ein paar Wochen rausfände, bei dem würde mein inneres Quatsch-o-Meter selbst wenn er beim Speeddating nur die völlige Wahrheit sagen würde, bedenklich ausschlagen. Ob man jemanden mag, entscheidet man immer noch von Nasenspitze zu Nasenspitze und aus dem Bauch raus
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