Prozess um gefälschte MVV-Tickets Haftstrafe für Betrügerbande

Die Fahrschein-Automaten der MVV gingen wegen der Betrüger-Bande leer aus. Dem MVV soll ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein.

(Foto: Catherina Hess)

Fahrkarten aus dem Drucker: Eine Betrügerbande hat ein halbes Jahr lang den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund mit gefälschten Monatskarten genarrt. Dem MVV soll dabei ein Millionenschaden entstanden sein. Jetzt müssen die Männer bis zu dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Für Fälschung und Verkauf von Monatskarten des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) sind acht Männer zu Strafen bis zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Münchner Landgericht berücksichtigte ihre Geständnisse zugunsten der 33 bis 48 Jahre alten Männer. Andererseits sei das Fälschen der Fahrkarten ein "Schaden für das Gemeinwohl, der nicht geduldet werden kann", begründete der Vorsitzende Richter am Donnerstag das Urteil.

Die beiden Initiatoren wurden mit dreieinhalb sowie drei Jahren und zwei Monaten Haft bestraft. Vier Mittäter kamen mit Bewährungsstrafen davon, zwei mit Geldstrafen.

Wie hoch der Schaden für den MVV in den sechs Monaten bis zum Auffliegen der Gruppe gewesen sei, lasse sich nicht feststellen, sagte der Richter. Die Anklage hatte einen Schaden in Millionenhöhe angenommen, der im Prozess jedoch nicht zu belegen war.

Die Haupttäter hatten Blanko-Fahrkartenrollen von Busfahrern gekauft, die inzwischen entlassen wurden. Mit dem Urteil ist der Prozess gegen die zweite Fälscher-Gruppe abgeschlossen. Die vier Mitglieder der ersten Gruppe waren im vorigen Jahr zu Strafen in vergleichbarer Höhe verurteilt worden. Gegen eine dritte Gruppe steht die Verhandlung noch aus.