Neue Posse ums Rauchverbot: Auf dem Oktoberfest 2010 soll das Rauchen in den Bierzelten zwar offiziell verboten sein, jedoch nicht bestraft werden.
Selbst wenn die Bayern beim Volksentscheid im Frühjahr oder Sommer für ein verschärftes Rauchverbot stimmen - auf dem Oktoberfest im Herbst darf dennoch gequalmt werden.
In den Bierzelten auf der Wiesn werden wohl auch 2010 Zigaretten brennen. (© Foto: dpa)
Anzeige
Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle kündigt zwar als Chef der Ordnungsbehörde an, "strikt darauf zu achten, dass das Rauchverbot in den Festzelten auch eingehalten wird", will aber zumindest in diesem Jahr Verstöße dagegen ausnahmsweise noch nicht ahnden.
Wer also heuer im Festzelt raucht, erfüllt zwar den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit, muss aber dennoch kein Bußgeld (der Rahmen reicht von fünf bis 1000 Euro) befürchten.
Diese städtische Linie für die Wiesn 2010 steht am kommenden Dienstag im Stadtrat zur Debatte. Blume-Beyerle argumentiert, es werde durch den Volksentscheid zu spät - vielleicht erst im Juli - feststehen, ob es das totale Rauchverbot in den Festzelten geben wird.
Man könne den Wirten, die mit dem Aufbau bereits im Juli starten, daher nicht mehr rechtzeitig zur Auflage machen, Raucherzonen im Freien mit Rückkehrmöglichkeit ins Zelt einzurichten.
(SZ vom 03.02.2010/bn/sonn)
Brasiliens Präsidentin Roussef
Die neueste Antwort
"Man könne den Wirten, die mit dem Aufbau bereits im Juli starten, daher nicht mehr rechtzeitig zur Auflage machen, Raucherzonen im Freien mit Rückkehrmöglichkeit ins Zelt einzurichten."
Also mir war es bereits 2008 ohne Raucherzonen möglich, im Bierzelt nicht zu rauchen. :-)
Aber vielleicht bin ich besonders begabt.
Vor einiger Zeit erhielt ich an einem Samstag- Nachmittag einen Strafzettel für Falschparken in einer kleinen Nebenstrasse in Schwabing.
Zuerst begriff ich gar nicht warum: Es gab keinerlei Halteverbotsschilder. Dann brachte ich in Erfahrung, dass dieser Bereich zwei Tage vorher zum Parklizenzbereich erklärt wurde.
Ich zahlte, denn ich war eindeutig im Unrecht und hatte die Schilder bei der Einfahrt ins Viertel übersehen.
Trotzdem dachte ich bei mir, dass es ein feiner Zug der Stadt gewesen wäre, in den ersten paar Wochen statt Strafzetteln Hinweise zu verteilen, die einen auf die neue Situation aufmerksam machen.
Aber wenn der Herr im KVR so ein harter Knochen sein will, dann bitte konsequent!
Natürlich kann man nicht neben jeden Festzeltbesucher einen Schandi stellen. Ein Schild "Dies ist ein Nichtraucherzelt - Rauchen hat sofortigen Zeltverweis zur Folge" tut's auch. Die wartenden Massen vor den Eingängen werden jeden freien Platz enthusiastisch bejubeln!
Ich bin schockiert darüber, dass der Münchner Kreisverwaltunsreferatschef Blume-Beyerle jetzt schon öffentlich verkündet, dass das Rauchverbot zwar auf dem Oktoberfest zwar gelten, aber (angeblich aus Sicherheitsgründen) nicht kontrolliert werde.
Das ist höchst unverantwortlich, was Blume-Beyerle treibt. Er lädt geradezu zum Übertreten des Gesetzes ein. Wenn sich rücksichtslose Raucher nicht einmal offiziell darum sorgen müssen, bei Übertretungen wenigstens ein Bußgeld bezahlen zu nüssen, dann hält sich doch kein einziger mehr an das Gesetz. Man könnte vielleicht noch ein gewisses Verständnis dafür aufbringen, dass nicht der allerletzte Verstoß gegen das Rauchverbot zuverlässig geahndet wird. Jedem Raucher aber auch noch schriftlich zu geben, dass er/sie nichts bei Übertretungen zu befürchten hat, macht Blume-Beyerle zum kriminellen Mittäter einer mörderischen Tabakindustrie.
Also untragbar in dieser ganzen Diskussion um das Rauchverbot finde ich auch die Stellung der CSU dazu die bei dem Volksentscheid keinen Gegenvorschlag machen will. Ich bin zwar absoluter Nichtraucher aber der Gesetzesvorschlag des Volksentscheides finde ich jetzt auch zu überzogen. Wenn die CSU wirklich die verlorenen Stimmen zurückgewinnen will dann sollte sie Augenmaß beweisen und sich mit einem vernüftigen ausgewogenen Gegenvorschlag an der Abstimmung beteidigen.
wo wird geraucht was das Zeug hält??
Paging