Neuer Vorschlag Konzertsaal am Hauptbahnhof

In der Debatte um einen Konzertsaal in München überrascht Stadtbaurätin Merk mit einem neuen Vorschlag: Die Philharmonie könnte auf dem Bahngelände beim Starnberger Flügelbahnhof gebaut werden. Oder in der Messestadt Riem.

Von Thomas Anlauf und Christoph Wiedemann

In der Debatte um einen neuen Konzertsaal in München hat Stadtbaurätin Elisabeth Merk einen überraschenden Vorschlag gemacht: Die neue Philharmonie könnte auf dem Bahngelände beim Starnberger Flügelbahnhof an der Arnulfstraße gebaut werden. Die Stadt ringe schon lange um den Umbau des Hauptbahnhofs, das Viertel strukturiere sich gerade komplett um.

"Da entsteht die Stadt gerade neu. Das ist eine echte Chance", sagte Merk in einem SZ-Interview. Gleiches gelte für die Messestadt Riem. "Wir brauchen einen neuen Konzertsaal, der nicht noch mal das 19. Jahrhundert neu erfindet, sondern auch tatsächlich Wege in die Zukunft weist", so Merk.

Die Stadtbaurätin kritisiert zugleich die Machbarkeitsstudie zu einer neuen Philharmonie auf der Museumsinsel. Ein Neubau anstelle des alten Kongressgebäudes böte zwar neue Chancen, die Isar zu erschließen. Die Studie berücksichtige aber zu wenig die Umgebung mit dem Gasteig und dem neuen Sudetendeutschen Haus sowie den eigentlichen Bedarf des Deutschen Museums.

Das sehen wohl auch viele Bürger der Au so. Bei einer Bürgerversammlung am Donnerstagabend forderten fast alle der knapp 200 Anwesenden, schnellstmöglich Geld für die Sanierung des Gasteig zur Verfügung zu stellen und mit der Sanierung zu beginnen. Nur sechs Bürger stimmten dafür, die Pläne für eine Isarphilharmonie weiter zu verfolgen.