Natur in der GroßstadtWas man gegen nervige Tiere tun kann

Spechte, die Fassaden demolieren, Schnecken, die Salat wegfressen - und die vielen Wespen. Hier ein paar Tipps, wie man gegen Plagegeister vorgeht, ohne großen Schaden anzurichten.

Salatliebhaber Schnecken

Das Gesprächsthema füllt ganze Abende unter Gartenfreunden: Die Schnecken, die den Salat auffressen, die Blumen sowieso, und dabei überall ihre schleimigen Spuren hinterlassen. Was tun dagegen? Die Bierfalle, die das Getier nur zum Massengelage lockt, Schneckenkorn, das erwiesenermaßen schädlich ist, die mühsame Prozedur des Absammelns, bei der man sich vorkommt wie Sisyphos beim Steinerollen? Hartgesottene greifen da einfach ganz brutal zur Gartenschere.

Der Öko-Tipp aber lautet: Ein naturnaher Garten hat auch Platz für Igel, Blindschleichen, Kröten, denen die Schnecken als Nahrung dienen; ja kein englischer Rasen, denn der treibt die Schnecken nur verstärkt zur Massenflucht ins nächste Beet, wo es feuchter und kühler ist und wo sie Nahrung finden.

Eine Schnecke kann in einer Nacht locker einen Salat vertilgen. Die Fiesesten sind die Nacktschnecken. Gehäuseschnecken sind relativ harmlos, da sie zum Großteil absterbendes, verrottendes Grünzeug fressen und auch nur in geringen Populationen auftreten. Außerdem fressen sie sogar die Gelege der Nacktschnecken. Gartenexperte Harald Schwinghammer rät zu Laufenten, die Schnecken lieben. Um sich solche zu halten, muss der Garten schon groß genug sein. Man kann die Enten inzwischen aber auch für bestimmte Zeit mieten.

Bild: Manfred Neubauer 16. August 2015, 11:552015-08-16 11:55:56 © SZ vom 11.08.2015/vewo