Gemeinsam stark gegen antidemokratisches Gedankengut: Die Stadt will Rechtsradikalismus stärker bekämpfen, indem sie 2009 eine Koordinierungsstelle einrichtet.
München will dem Rechtsradikalismus künftig noch wirksamer begegnen. Die Stadt wird dazu eine Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus einrichten, die unmittelbar dem Oberbürgermeister unterstellt ist. Sie soll die über die städtischen Referate verteilten Aktivitäten bündeln.
Die Stadt München will gezielt ein Bewusstsein fördern, "das notwendig ist, um rechtsextremes Gedankengut zu durchschauen und sich dagegen zur Wehr zu setzen". (© Foto: ddp)
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Gleichzeitig wird bei dem Jugendarbeits-Träger Feierwerk eine Recherche- und Multiplikatorenstelle entstehen, die auf den überwiegend von Ehrenamtlichen getragenen Aktivitäten der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München (a.i.d.a) aufbaut. Für die beiden neuen Stellen fallen jährlich 130.000 Euro Personal- und Sachkosten an.
Der Aufbau eines kommunalen Netzwerks gegen den Rechtsextremismus, wie ihn das rot-grüne Rathausbündnis und die Jugendverbände beantragt haben, soll heute im Stadtrat beschlossen werden. Grünen-Fraktionschef Siegfried Benker sieht in den beiden neuen Stellen ein "gutes Zeichen dafür, dass die Stadt Rechtsextremismus entschlossen bekämpft". Damit ließen sich nicht nur städtische und außerstädtische Aktivitäten besser koordinieren, sondern auch besser Informationen sammeln.
"Rechtsextremismus ist jünger und militanter geworden"
München habe als ehemalige "Hauptstadt der Bewegung" eine besondere Verantwortung bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus, betont Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) in der Vorlage für die Sitzung. Dabei nehme das von ihm vor mehr als zehn Jahren initiierte "Münchner Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat" eine zentrale Rolle ein. Nach dem Sicherheitsreport 2007 der Münchner Polizei habe sich die Zahl der Gewalttaten im rechtsextremen Spektrum verdoppelt. "Der Rechtsextremismus ist jünger, aktivistischer und militanter geworden", so Ude.
Die Stadt beschäftigt sich bereits vielen Projekten im Jugend-, Bildungs- und Kulturbereich mit der Prävention von Rechtsextremismus. Im Jahr 1998 gründeten Vertreter aller wichtigen gesellschaftlichen Gruppen das Münchner Bündnis für Toleranz als Reaktion auf den überraschenden Erfolg der rechtsextremen DVU bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Das Bündnis meldete sich immer wieder zu Wort, mit Resolutionen und Presseerklärungen, aber auch mit Kundgebungen gegen Neonazis.
Die Koordinierungsstelle soll bereits in der ersten Jahreshälfte 2009 eingerichtet werden. Die neue Stelle soll "ermöglichen, dass alle relevanten Kräfte gemeinsam gezielter gegen rechtsextremistisches Treiben in München vorgehen können", so Ude. Auch die Multiplikatorenstelle soll möglichst schnell entstehen. Nach den Vorstellungen des rot-grünen Stadtratsbündnisses soll diese "auch kurzfristig auf rechtsextremes Vorgehen reagieren und stadtteilbezogen Aufklärungsarbeit betreiben". Insgesamt will die Stadt gezielt ein Bewusstsein fördern, "das notwendig ist, um rechtsextremes Gedankengut zu durchschauen und sich dagegen zur Wehr zu setzen".
Die Stadt achtet zudem sehr genau darauf, dass Rechtsradikale keine Freizeitstätten oder Schulen für Veranstaltungen nutzen können. Rechtlich ist es aber nicht möglich, Lokalbetreibern das Vermieten von Räumen an rechte Gruppierungen zu untersagen. Hier helfe nur eine politische Sensibilisierung.
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(SZ vom 02.12.2008/reb)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
Die neueste Antwort
"Rechtlich ist es aber nicht möglich, Lokalbetreibern das Vermieten von Räumen an rechte Gruppierungen zu untersagen. Hier helfe nur eine politische Sensibilisierung."
Wie so eine Sensibilisierung aussieht, konnte man bisher auch gut an den Kampagnen gegen Textilgeschäfte, die unerhörterweise Gewänder verkaufen "die auch bei Rechten beliebt sind" sehen. Das passt eher unter den Begriff P mstimmung und illustriert das Niveau, auf dem dieser heuchlerische "Kampf" stattfindet.
130.000 Personal- und Sachkosten p.a.? Das ganze ist wieder nichts anderes als eine Subvention von staatlichen Arbeitsplaetzen, fuer die der ohnehin schon gebeutelte Steuerzahler aufkommen muss.
Und wenn das ganze noch unter dem Maentelchen der "political correctness" erfolgt, umso weniger Proteststimmen werden sich dagegen erheben.
Mein Beitrag von 13:31 Uhr war lediglich ein Beispiel für einen Werdegang eines Funktionärs der Linken. Die List an Beispielen von ehem. SED Funktionären und westlichen Linksextremisten innerhalb der Partei kann beliebig fortgesetzt werden.
Vielleicht sollten Sie sich über die Partei informieren. Die Landessprecherin in Bayern (Eva Bullinger) war Mitglied der DKP (die Partei verfügt über hervorragende Kontakte zur SED und wurde teilweise aus Ost-Berlin finanziert), trat aber 1990 in die PDS ein.
Wollen Sie etwa behaupten, die PDS war nicht die Nachfolgerin der SED? An Ihrem Beispiel kam sehen, dass es um das Wissen über die DDR Diktatur und die weitere Entwicklung der Staatspartei SED entweder schlecht bestellt ist oder Linksextremismus bewusst verharmlost wird.
Die Steuermillionen die für den heldenhaften "Kampf gegen Rechts" verschwendet werden, sollte man besser gegen reale Bedrohungen von Demokratie und Freiheit einsetzen.
Mit der zunehmenden Islamisierung der deutschen Gesellschaft steigen Gewaltkriminalität und Antisemitismus linear an, das Bildungsniveau hingegen sinkt (PISA 2008!) kontinuierlich.
Die Anzahl der Straftaten welche von linksradikalen Gruppierungen verübt werden, sind in den letzten Jahren ebenfalls drastisch gestiegen. Das Anarchisten, Neokommunisten und Öko-Stalinisten tendenziell eher nicht den Freunden der Demokratie zuzurechnen sind, haben in diesem Land leider noch nicht alle kapiert.
"Kampf gegen Rechts" hört sich für den radikaltoleranten deutschen Gutmenschen gut an, sagt aber leider rein gar nichts aus. Was ist denn bitte schön Rechts? Mal von der Linkspartei abgesehen hat jede im Bundestag sitzende Partei einen "Rechten Flügel". Und sogar dem Paradies-auf-Erden-versprechenden Oskar wird nachgesagt er fische gerne mal am rechten Rand nach Neuwählerschaft.
Es müsste korrekterweise heißen "Kampf gegen Extremismus", alles andere sind nur leere Worthülsen.
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