Das KVR stöhnt über bürokratischen Aufwand durch die einheitlichen Steuernummern: 70.000 Schreiben sind unzustellbar, 22.000 fehlerhaft.
Viele haben die Mitteilung des Bundesamts für Steuern in Bonn bereits erhalten, andere erreicht das Schreiben in den nächsten Tagen - oder gar nicht. Mehr als 80 Millionen Briefe verschickt das Steueramt seit Anfang August an die Bundesbürger, um ihnen ihre neue Steuer-Identifikationsnummer (ID) mitzuteilen. Vom Baby bis zum Greis erhält jeder einen elfstelligen Code, mit dem er künftig lebenslang bei den Steuerbehörden registriert ist.
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Die ID ist für die Einkommenssteuer vorgesehen, soll das bisherige System mit wechselnden Nummern vereinfachen - und Fälle von Steuerhinterziehung erschweren. Datenschützer sehen "die Durchnummerierung der Deutschen" mit Argwohn.
Beschlossen wurde diese Maßnahme noch 2003 von der rot-grünen Koalition. Verschickt werden sollten die Steuernummern bis 2007. Die Meldebehörden der Kommunen sandten deshalb rechtzeitig ihre Datenbestände nach Bonn, damit jeder Bürger angeschrieben werden kann. Weil die Steuernummern aber nun erst ein Jahr später verschickt werden, sind viele Daten inzwischen veraltet.
Alleine in München sind 2007 innerhalb des Stadtgebietes 114.000 Einwohner umgezogen. Weitere 96.500 verlegten ihren Wohnsitz aus anderen Orten in die Landeshauptstadt und noch einmal 77.200 Personen zogen von München fort. So sind in den ersten drei Wochen seit Beginn der Versandaktion 70.000 Schreiben in der Meldebehörde des Kreisverwaltungsreferats mit dem Vermerk aufgelaufen: "Empfänger unbekannt".
Laut KVR-Sprecher Klaus Kirchmann muss nun jedes einzelne Schreiben geöffnet werden, um die Daten mit den Angaben im Einwohnermelderegister zu vergleichen. Nur so lasse sich herausfinden, wo der gesuchte Steuerbürger abgeblieben sei. Die aktuellen Adressen teilt das KVR dann dem Steueramt mit, das einen neuen Zustellversuch startet. Kirchmann rechnet damit, dass die fünfköpfige Arbeitsgruppe, die sich im KVR derzeit ausschließlich um die unzustellbaren Briefe kümmert, noch Monate beschäftigt sein wird. Das Steueramt verschickt die Nummern nämlich nach und nach noch bis zum 31. Dezember.
Darüber hinaus wird das Kreisverwaltungsreferat derzeit von Bürgern überrannt, weil in etlichen Fällen deren persönliche Daten nicht mit den Angaben auf den Steuerschreiben übereinstimmen (siehe Kasten). In bislang 22.000 Fällen seien "Unstimmigkeiten" aufgetreten, so Kirchmann. 600 Bürger sprachen sogar direkt beim KVR vor. Ihnen waren versehentlich falsche Namen, Geburtsorte oder gar ein Eheverhältnis zugeschrieben worden. Aufgrund der großen Zahl der Beschwerden bittet das KVR die Münchner darum, ihre Anliegen möglichst schriftlich vorzubringen.
Verwirrung ist bei den Münchnern auch entstanden, weil sie erst im April "aus organisatorischen Gründen" neue Steuernummern von ihren jeweiligen Finanzämtern erhalten hatten. Diese Nummern werden jetzt schon wieder durch die einheitliche ID ersetzt. Bei den Finanzbehörden hieß es dazu auf Anfrage, man habe im Frühjahr ja nicht wissen können, dass die einheitliche Steuernummer "nun doch schon so bald kommt".
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(SZ vom 27.08.2008/sonn)
Analyse des DFB-Kaders
Die neueste Antwort
Nun können sich viele Deutsche endlich wieder über etwas aufregen, vor Gericht klagen usw.
Wenn die Behörden nun mit dieser Nummer ihre Daten abgleichen können, um staatliche Leistungen in gesetzlich korrekter Höhe auszuzahlen bzw. Abgaben und Steuern einzufordern, dann ist das eine gute Sache.
Ich stelle mir die Frage ob einer der verantwortlichen in irgendeiner Form die Konsequenzen zu tragen hat.
5 Personen für den Rest des Jahres in München = 20 Mannmonate
München hat mit 1,3 Miio Einwohnern ca. 1,5% von den ca. 82 Mio, das ergibt hochgerechnet einen Aufwand über alle Kommunen von 1.300 Mannmonaten oder 111 Mannjahren.
Ich denke das ist eine erheblicher Schaden der hier entstanden ist.
Auf der anderen Seite, hätte man für nur 5 Cent nachgedacht, wäre einem aufgefallen, dass Menschen umziehen, sterben, geboren werden und dass deshalb die Daten an einem Stichtag in Deutschland gezogen werden müssen und dann so schnell wie irgend möglich verschickt werden müssen.
Dies hätte zwar die Nacharbeit nicht auf null reduziert aber aller vorraussicht nach erheblich reduziert.
Ein so erhbeliches versagen müsste eigentlich zu einer Versetzung an eine Stelle führen, wo man nie wieder schaden anrichten kann.
Prima weiter so !!!!
Sorgt endlich für mehr Arbeitsplätze, durch dieses "zu viel Technik" vertrauen und
Baut Überstunden Bei Den Armen Beamten Ab.
Fazit: Schilda ist Überall.