Kundgebung in München Tausende wollen gegen Pegida demonstrieren

  • Das Bündnis "Bellevue di Monaco" will am Montag in München gegen Fremdenfeindlichkeit demonstrieren.
  • Die Veranstalter rechnen mit mehreren tausend Teilnehmern, darunter auch Prominente.
  • Kenner der Szene rechnen mit Pegida-Demonstrationen auch in München.

Warum das Bündnis zur Kundgebung aufruft

Eine breite Vereinigung ruft für Montag zu einer Kundgebung gegen Fremdenfeindlichkeit auf unter dem Motto: "Platz da! Flüchtlinge sind willkommen! Gemeinsam gegen Pegida, Rassismus und Hetze." Initiator ist das Bündnis "Bellevue di Monaco", das in der Müllerstraße ein Willkommenscenter für junge Asylbewerber schaffen will.

Anlass für die Kundgebung sind mutmaßlich rechtsextreme Übergriffe der jüngsten Zeit: "Asylheime brennen und der rechte Mob macht immer unerträglicher Stimmung gegen Flüchtlinge und Migranten", heißt es in dem Aufruf der Initiatoren um den Kulturmanager Till Hofmann und Matthias Weinzierl vom Bayerischen Flüchtlingsrat.

Wann die Demonstration startet

Sie sehen die bisherige positive Grundstimmung in der Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen in Gefahr. Nach ersten Reaktionen auf ihren Aufruf in sozialen Medien rechnen sie mit mehreren tausend Teilnehmern. Die Kundgebung beginnt am Montag, 18 Uhr, auf dem Max-Joseph-Platz.

Auftreten werden unter anderem die Band The Notwist, Konstantin Wecker, ein syrischer Flüchtlingschor und die Kabarettisten Claus von Wagner und Max Uthoff.

Wogegen sich die Kundgebung richtet

Quasi prophylaktisch wendet sich die Kundgebung gegen zu erwartende islamfeindliche Aktionen der Pegida-Bewegung ("Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes"). Kenner der Szene rechnen damit, dass es Anfang kommenden Jahres auch in München Pegida-Demonstrationen geben wird.

Auf dem Internet-Blog Politically Incorrect hat Michael Stürzenberger, Chef der Partei "Die Freiheit", dies schon angekündigt.