Reden ist besser als Testen und Programmieren: Die Erzieher in den Kitas sind angehalten, möglichst viel mit den Kindern zu kommunizieren. Das geschieht immer ein wenig über dem aktuellen Sprachniveau der Kinder: Alle Handlungen und alltäglichen Verrichtungen werden vom Personal sprachlich begleitet. So lernen die Kinder nicht nur von Kindern, durch das gelenkte Angebot werden sie Zug um Zug auf der lexikalischen, grammatikalischen, morphologischen, phonologischen und pragmatisch-diskursiven Ebene gefördert. Genormte Sprachtests und Programme lehnt die Stadt ab: Kinder entwickelten ihre Sprache dadurch keinesfalls besser.
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Sprachreisen für Kinder und Kurse für Eltern: Der Vorkurs Deutsch mit je 120 Stunden im Kindergarten und in der ersten Schulzeit hilft Migrantenkindern beim Übergang. Und schon im Kindergarten ist das Sprachförderangebot groß: Sprachreisen ins Kindergartenlandheim nach Oberaudorf oder das Projekt "Geschichten-Werkstatt" - Kinder erfinden und erzählen Geschichten - gehören dazu. Aktionstage zu Themen wie Wald, Burg, Bauernhof oder Bach verfestigen den Wortschatz. Bei "Kindergarten mal anders" werden Eltern enger an die Kitas gebunden. Das Projekt beinhaltet auch Sprachkurse für zugewanderte Mütter und Väter. Überdies laufen aktuell acht Frauenintegrationskurse, die Mütter während der Kita-Zeiten besuchen können. Dadurch soll auch die Kommunikation zwischen Müttern und Erzieherinnen verbessert werden.
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Mehr Geld für Kitas in sozial schwachen Gebieten: Um eine bessere Chancengleichheit zu erreichen, entwickelt die Stadt eine neue Förderformel für ihre Betreuungseinrichtungen. Kitas in sozial schwachen Gebieten mit meist hohem Migrantenanteil sollen künftig mit mehr Personal und einem höheren Budget ausgestattet werden. Das Schulreferat geht davon aus, dass ein Viertel aller Kitas in München als besonders förderwürdig eingestuft wird.
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(SZ vom 16.10.2009/sonn)
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"Auslöser waren die umstrittenen Äußerungen des Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin, der arabische und türkische Einwanderer als "integrationsunwillig und -unfähig" abtat"
Das stimmt doch überhaupt nicht - er bezeichnete "70 Prozent der Türken und 90 % der Araber in Berlin als integrationsunwillig". Das ist kein allgemeines "Abtun", sondern eine konkrete und meines Erachtens zutreffende Zahlenangabe*, für Stuttgart würde ich die Werte wesentlich anders einschätzen, hier sind vielleicht 15 % oder noch weniger der Türken nicht integrationswillig.
*nur 14 % der Türken in Berlin sind berufstätig, dafür sind Türken und Araber in Berlin für 80 % der Gewalttaten verantwortlich - das sind objektive Fakten und hat nichts mit "Ausländerfeindlichkeit" zu tun - ich bin übrigens gebürtiger Iraner und daher schon aus Eigennutz nicht ausländerfeindlich