Gefährliche Körperverletzung Polizei nimmt zwei Neonazis fest

Zwei Neonazis sind bei einer Kundgebung in München wegen gefährlicher Körperverletzung vorläufig festgenommen worden. Sie gingen auf Gegner los, die versucht hatten, die Abfahrt ihres Kleinbusses am Rotkreuzplatz zu verhindern.

Die Polizei hat am Samstag zwei Neonazis wegen gefährlicher Körperverletzung vorläufig festgenommen. Die beiden Männer, 27 und 20, gehörten zu einer Gruppe um den rechtsextremen Stadtrat Karl Richter, die in mehreren Vierteln Kundgebungen abhielt.

Laut Polizei versuchten am Rotkreuzplatz in Neuhausen Nazi-Gegner die Abfahrt des Kleinbusses der Rechten zu verhindern. Daraufhin seien zwei Rechtsextreme auf ihre Gegner losgegangen. CSU-Stadtrat Marian Offman, Zeuge des Vorfalls, will prüfen lassen, ob man künftig nach solch einseitigen Gewalttätigkeiten eine Kundgebungsreihe stoppen könne.

Zuvor schon hatten etwa 100 Menschen am Allacher Bahnhof ein Zeichen gesetzt, wie es die Vorsitzende des Bezirksausschusses, Heike Kainz (CSU) formulierte. "Nazis raus" riefen sie in die angemeldete Kundgebung Karl Richters. Er ist Landeschef der NPD in Bayern und sitzt für die "Bürgerinitiative Ausländerstopp" (BIA) im Stadtrat.

Ein Riesenaufgebot an Polizei wartete am Samstag am Oertelplatz auf die Demonstranten. Diese rollten ein Spruchband aus: "Gegen Überfremdung und Ausländerkriminalität". Dagenen wehrten sich die Bürger mit Nachdruck. Obwohl es im Viertel Proteste gegen den geplanten Erweiterungsbau neben einem Hotel gibt, in dem Flüchtlingsfamilien untergebracht sind, sei man nicht fremdenfeindlich, hieß es.