Hermann Bigelmayr Surreal überdimensional

Foto: Johannes Simon

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Unter dem Holzpavillon im Innenhof des Klostergeländes hat Hermann Bigelmayr dieses überdimensionale Weizenkorn aus Eiche geschaffen. Es wirkt, als sei es vor Jahrhunderten von irgend einem der Mönche in einem tiefen Keller des Klosters vergessen worden und dort unter mysteriösen Umständen nicht verfault oder vertrocknet, sondern entgegen alle Gesetze der Biologie immer weiter gewachsen und nun nicht von Künstlerhand geschaffen, sondern dort entdeckt und ans Tageslicht befördert worden. Und es wirft die Frage auf, wie einfach die Ernährungsprobleme auf der Welt zu lösen wären, wenn solch große Getreidekörner wirklich existieren. Gleichzeitig erinnert es in seiner Surrealität aber auch daran, dass Wachstum eben Grenzen hat und Ressourcen deshalb verantwortungsvoll verteilt werden müssen.