Ermittlungen Hakenkreuze und Schlagringe

Razzia bei vier Mitgliedern der "Bavarian Vikings" im Landkreis

Die Staatsanwaltschaft München I hat die Ermittlungen gegen Angehörige einer Gruppe namens "Bavarian Vikings" wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung noch nicht abgeschlossen. Dabei soll es sich angeblich um eine rechtsextreme Gruppe handeln. Die Polizei führte im März eine Razzia durch, bei der einschlägiges Propagandamaterial und einige verbotene Gegenstände wie Schlagringe gefunden worden sein sollen. Der Schwerpunkt der Aktion lag in Niederbayern, allerdings wohnen vier der 21 Beschuldigten in Bruck, Eichenau und Mammendorf. Derzeit werten die Behörden noch zahlreiche beschlagnahmte Telefone und Computer aus, teilte das bayerische Justizministerium auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Florian Ritter (SPD) mit. Weitere Informationen wollte das Ministerium nicht preisgeben, solange das Ermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Bei den Beschuldigten seien fünf Hakenkreuzfahnen, ein Abzeichen mit einer Lebensrune und eine Notiz mit einem Hakenkreuz sichergestellt worden, teilte das Ministerium mit. Ritter hatte nach weiteren Details gefragt, aber keine Antwort bekommen. Der Bayerische Rundfunk hatte nach der Razzia berichtet, Ausgangspunkt der Ermittlungen seien Angriffe gegen zwei Somalier Ende vergangenen Jahres im Raum Fürstenfeldbruck gewesen, den Mitglieder der Gruppe begangen haben sollen.