Schulen im Steinpark Kulturausschuss prüft Waschbeckenfrage

Hochbauamt will die Mitglieder des Gremiums zeitnah informieren

Von Birgit Goormann-Prugger, Freising

Die Debatte um die nach aktuellem Planungsstand nicht vorhandenen Waschbecken in den Klassenzimmern der neuen Schulen im Steinpark hat am Dienstag den Kulturausschuss beschäftigt. Unter dem Punkt Anfragen überbrachte Ulrich Vogl, ÖDP, die dringende Bitte der an diesem Tag abwesenden ÖDP-Schulexpertin Monika Hobmair, keinesfalls auf die Waschbecken im Klassenraum zu verzichten. Mittlerweile, so Eva Bönig, sei das Hochbauamt mit der Sache befasst. "Zeitnah" sollen die Mitglieder des Kulturausschusses, über die Vor- und Nachteile und die zusätzlichen Kosten beim Einbau von Waschbecken in den einzelnen Klassenzimmern informiert werden.

Die Planer sehen im Moment vor, die Waschbecken in den sechs bis zwölf Metern entfernten Clustern anzulegen. In die Türen der Klassenräume werden darum raumhohe Glaselemente eingefügt, um jederzeit eine Blickbeziehung der Lehrer zum Waschbecken zu ermöglichen. Die Lehrer sehen das trotzdem mit Sorge und haben zahlreiche Argumente für den Einbau von Waschbecken in den Klassenzimmern angeführt. Beispielsweise ist ihnen nicht klar, wie man der Aufsichtspflicht in der Klasse nachkommen und gleichzeitig ein Kind mit Verletzungen an einem Clusterwaschbecken versorgen oder sich selbst die Hände waschen soll. Im zuständigen Fachgremium - bestehend aus Planern, Fachvertretern der Stadtverwaltung und Schulvertretern - nicht aber im Kulturausschuss war das Thema in den vergangenen Monaten kontrovers diskutiert werden. Alles sei dies im Auslobungstext sowie im Projektbeschluss zu lesen gewesen, sagte Bürgermeisterin Eva Bönig. Die Mitglieder des Kulturausschusses hätten durchaus informiert sein können. Peter Warlimont, SPD, hielt dem entgehen, die Stadträte seien Laien und würden womöglich bei einem seitenlangen Auslobungstext nicht immer nicht jedes Detail lesen. Guido Hoyer, Linke, bat darum doch künftig darüber informiert zu werden, "wenn im Fachgremium ein solch großer Dissens besteht".