Blutiger Streit an einer Schule in Freising Mädchen verletzt Mitschülerin mit Messer

An einem Gymnasium in Freising ist es zu einem blutigen Streit zwischen zwei Schülerinnen gekommen. Ein Mädchen hat mit einem Messer auf eine Mitschülerin eingestochen. Mittlerweile ist die Lage unter Kontrolle.

In Freising ist am Mittwochmorgen ein Mädchen von einer Mitschülerin mit einem Messer verletzt worden. Der Streit zwischen den beiden Schülerinnen eskalierte während des Unterrichts im Klassenzimmer des Josef-Hofmiller-Gymnasiums, wie die Polizei Freising der Süddeutschen Zeitung mitteilte. Die Tat spielte sich kurz vor 10 Uhr im Unterrichtsraum einer zehnten Klasse ab.

Als die Lehrerin für einen kurzen Moment das Klassenzimmer verließ, schnappte sich eines der Mädchen plötzlich ein Messer und verletzte damit ihre Kontrahentin. Die Angreiferin wurde sofort von beherzt eingreifenden Mitschülern überwältigt und ins Direktorat gebracht, wo sie später den hinzugerufenen Beamten ausgeliefert wurde. Die Polizei rief nach dem Notruf aus der Schule sofort eine "Amoklage" aus.

Wie es zu dem Streit kam und warum die Schülerin ein Messer bei sich führte, ist bislang nicht bekannt. Offenbar ging der Attacke eine längere Auseinandersetzung zwischen den beiden Mädchen voraus. Das Opfer wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Schüler der zehnten Klasse, in der sich der Vorfall abspielte, stehen unter Schock. Sie bekamen für den Rest des Tages schulfrei.

Bereits 2002 hatte es an einer Freisinger Wirtschaftsschule einen Amoklauf gegeben. Damals hatte ein Schüler den Direktor mit einer Waffe niedergeschossen und getötet.