Die Tierschutzorganisation PETA hat erneut Vorwürfe gegen den Circus Krone erhoben. Es geht um das Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus.
Der Circus Krone ist erneut von Tierschützern attackiert worden. Die Tierrechtsorganisation PETA wirft dem Münchner Traditionsunternehmen vor, Wildtiere, darunter acht Elefanten und elf Löwen, zu halten. Ein Verbot der Wildtierhaltung sei aber 2003 vom Bundesrat initiiert worden.
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Ist die Haltung von Wildtieren im Zirkus Tierquälerei? Das behauptet zumindest die Tierschutzorganisation PETA. (© Foto: Andreas Heddergott)
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Ebenfalls von PETA angegriffen wird Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). In einem Schreiben an die Ministerin fordert die Tierschutzorganisation, das 2003 vom Bundesrat geforderte Verbot von Wildtieren im Zirkus auch einzuhalten. Hinter der Nichtumsetzung dieses Beschlusses sieht PETA politische Interessen versteckt. Die "jahrelange Verweigerung seitens der zuständigen CSU-Bundesminister" - zunächst Horst Seehofer, jetzt Ilse Aigner - mache "die Bundespolitiker langsam verdächtig, ureigene bayerische Interessen zu vertreten", sagte PETA-Sprecherin Carola Schmitt.
Krone sei Europas größtes und reichstes Zirkusunternehmen. Das bringe dem Freistaat "reichlich Promis und damit Publicity und ist nicht zuletzt ein Wirtschaftsfaktor für Bayern", so die Tierschützer. Die Regierung von Oberbayern habe Krone sogar zehn Jahre und länger in seinen tierquälerischen Handlungen gedeckt, indem man dem Zirkus Ausnahmeregelungen erteilte, die es erlaubten, die Mehrzahl der Tiere unterhalb der vom Bundesministerium selbst vorgegebenen Mindestanforderungen zu halten, behauptet PETA.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium sieht das freilich anders. Man habe am 19. März 2008 eine Zirkusregisterverordnung erlassen, heißt es von Seiten des Ministeriums. Dadurch würde die Situation wilder Tiere im Zirkus spürbar verbessert. Ein generelles Verbot der Haltung wilder Tiere sei problematisch, da es "im Hinblick auf das Grundrecht der Berufsfreiheit verfassungsrechtliche Bedenken" gebe.
PETA kann diese Argumentation nicht nachvollziehen. "Selbst neuere EU-Länder wie Bulgarien haben ein Wildtierverbot. Auch Ungarn verbietet Elefanten, Primaten und Nashörner im Zirkus", sagte Schmitt. Da frage man sich doch, warum das in Deutschland nicht möglich sei.
Erst vor kurzem war der Circus Krone wegen nicht tiergerechter Haltung seiner Dickhäuter unter Beschuss geraten. Von Fußfesseln bei Elefanten war die Rede. Das Veterinäramt hatte gravierende Mängel bei der Unterbringung und der Behandlung der Tiere festgestellt und einen Bußgeldbescheid erlassen.
Der Circus Krone sieht in der Haltung von Wildtieren indes kein illegales Handeln. "Aktionen von PETA kommentieren wir außerdem nicht", sagte Krone-Sprecherin Susanne Matzenau.
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(sueddeutsche.de/pfau)
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Man mag ja über Zoos denken was man will, jedoch verdanken viele gefährdete Arten ihr Überleben den Zucht- und Auswilderungsprogrammen von Zoos.
Und zu PETA: Die fordern also, dass man ein vom Bundesrat gefordetes Verbot, also ein Verbot dass nicht als Gesetz existiert, einhällt?
Wenn ich an die vielen Forderungen des Bundesrates denke kann es einem schon schwummrig vor Augen werden.
Tiere gehören nicht in den Zirkus. Diese Zeiten sollte doch nun vorbei sein.
Früher hat man ja auch Menschen ausgestellt, dieses ist auch vorbei.
Selbst in den Zoo gehören viele Wildtiere nicht.
Sie fristen dort ein erbärmliches Leben, z.B. Raubkatzen, Orang Utans, Pinguine, Eisbären, Elefanten, nashörner, Schlangen.
Was würden den Menschen sagen die auf so eingezäunten enden Räumen leben müssten.
Diese Aussage von der Direktorin eines großen Zirkusunternehmen kann ich nur unterstreichen. Eine Hanvoll "Möchtegerndieweltverbesserer" will mit unzulässigen Methoden (verfälschte Bilder und videos) die Menschen in der Politik in den Medien und auf der Straße für ihr Ansinnen beeinflussen. Das dies nicht gelingt zeigt ein Petitionsantrag (Keine Tiere im Zirkus) im Deutschen Bundestag, der gerade mal 627 Stimmen erzielte. Wenn doch die Stimmung in Deutschland so gegen den Zirkus gerichtet ist - nach Aussagen von Tierrechtsorganisationen -, ist es es doch erschreckend wenig, die sich dafür - einschließlich Kinder - ausgesprochen haben. Im Gegenzug hat ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut festgestellt 86,5% der Deutschen möchten gern in Deutschland Tiere im Zirkus sehen. Das die Unternehmen ihre Tiere dem Besucher zeigen und eine tiergerechte Haltung vorweisen, wird von Tierrechtlern nicht anerkannt.
Daher ist es an der Zeit die Gemeinnützigkeit solcher Gruppen und Organisationen zu prüfen, die den Menschen einreden wollen im Zirkus werden Tiere gequält.
Zu einem Zirkus gehören Tiere in tiergerechter Umgebung und das wird von den Veterinären jede Woche neu geprüft und von der Zirkusunternehmen eingehalten.
Die Pressesprecherin von Krone weiß selbst ganz genau warum sie schweigt...ist auch besser so, bevor sie sich wiedereinmal mit ihren statements blamiert...
Sie behauptete in einem Artikel der Bild-Zeitung vom 7.2.09 bezüglich Bara's Kopfstandes :"Der Kopfstand ist weder verboten noch gesundheitsschädlich" Dies sehe auch das Münchner KVR nach einer Besprechung so. Der Kopfstand entspreche dem normalen Spielverhalten. Selbst die Elefanten in Hellabrunn machen das öfter!"
Diese Aussage entspricht keinesfalls der Wahrheit. Oder habt ihr, liebe Münchner, schon einmal die Elefanten Hellabrunn's bei einem Zoobesuch mit Kopfstand angetroffen???
Der Lebensraum "Zirkus" ist für die Tiere viel zu klein. Großkatzen z.B. stoßen nach einigen Schritten an Gitterstäbe, zwischen denen sie stundenlang verzweifelt hin und her streichen. Bären wiederum, eine von Natur aus sehr neugierige Art, leiden vor allem unter der Monotonie des Zirkusalltags. Und an Perversion grenzt die Haltung von Seelöwen: Tiere, die in freier Wildbahn bis zu 100m tief tauchen, müssen ihr Leben in umgebauten LKW's fristen. Hinzu kommt bei allen Tieren der krank machende Streß durch die ständigen Transporte und Auftritte vor klatschendem und johlendem Publikum. Deswegen sollte man in Zirkusse gehen, in denen nur Menschen auftreten, wie den Chinesischen Zirkus, Cirque du Soleil oder Flic Flac.
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