Nachricht von Ilse Aigner Ringschluss kommt voran

Bahn leitet Planfeststellung für Abschnitt in Erding ein

Die Deutsche Bahn hat das Planfeststellungsverfahren für den S-Bahn-Ringschluss im Stadtbereich Erding beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) beantragt. "Jetzt sind wir mit Volldampf unterwegs. Erding bekommt seinen Tunnel", freute sich die bayerische Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) in einer am Mittwochnachmittag veröffentlichten Pressemitteilung. Klaus-Dieter Josel, der DB-Konzernbevollmächtigter für Bayern sagte derselben Mitteilung nach, es sei "ein wichtiger Schritt" der unterstreiche, "dass das gemeinsame Konzept (. . .) Schritt für Schritt vorangeht". Erst vor einer Woche ist Baurecht für den Abschnitt vom Flughafen München bis zur Erdinger Stadtgrenze erlassen worden.

Im August vergangenen Jahres hatten die Stadt Erding und der Freistaat die Realisierung und Finanzierung eines längeren als ursprünglich geplanten S-Bahn-Tunnels vertraglich vereinbart. Die nun eingereichten Planunterlagen berücksichtigen nun auch die Untertunnelung der Haager Straße. Die Stadt Erding wird für den längeren Tunnel einen festen Beitrag in Höhe von 35 Millionen Euro zahlen. "Durch die Mitfinanzierung der Stadt Erding im Bereich der Tunnelverlängerung haben wir eine Lösung gefunden, die von Freistaat, Bund, Bahn und Stadt Erding mitgetragen werden kann", lässt sich Aigner zitieren, "alle ziehen gemeinsam an einem Strang."

Im nächsten Schritt wird das Eisenbahnbundesamt die eingereichten Unterlagen auf ihre Vollständigkeit prüfen und sie anschließend an die Regierung von Oberbayern weiterleiten. Die Bezirksregierung veranlasst dann, dass die Unterlagen in Erding öffentlich ausgelegt werden. In einem Anhörungsverfahrens haben Betroffenen die Möglichkeit, Einwendungen gegen das Projekt schriftlich vorzubringen. Außerdem wird es Erörterungsterminen geben. Nach einer abschließenden Stellungnahme der Regierung von Oberbayern kann das Eisenbahnbundesamt den Planfeststellungsbeschluss erlassen. In der Regel dauere ein Planfeststellungsverfahren dieser Größenordnung drei bis vier Jahre heißt es in der Pressemitteilung.