Sulzemoos Sieben Verletzte bei Verkehrsunfall auf der A8

Auf der Autobahn A8 bietet sich den Feuerwehrleuten vor der Anschlussstelle Sulzemoos ein Bild der Zerstörung.

(Foto: Kreisfeuerwehrverband Dachau)

Nach einer Kollision kurz vor Sulzemoos bleibt die Autobahn Richtung München etwa zwei Stunden lang gesperrt.

Von Christiane Bracht, Sulzemoos

Etwas verschätzt hat sich wohl ein 56-jähriger Seeshaupter, als er am Sonntag gegen 14.30 Uhr auf der Stuttgarter Autobahn A8 kurz vor Sulzemoos zu einem Überholmanöver ansetzte. Laut Polizei touchierte der Mann beim Ausscheren den vor ihm fahrenden Kleinbus am Heck und verursachte so einen schweren Verkehrsunfall. Der Kleinbus geriet nämlich ins Schlingern, drehte sich schließlich quer zur Fahrbahn und stürzte um. Ein von hinten kommender 53-jähriger Fahrer aus Neusäß konnte seinen Wagen nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte in den quer liegenden Bus. Der nächste Autofahrer versuchte sich durch das Chaos der Unfallstelle hindurchzuschlängeln, das Fahrzeug wurde jedoch von umherfliegenden Einzelteilen getroffen und beschädigt. So jedenfalls ist der Ermittlungsstand der Polizei am Montagnachmittag.

Warum der Seeshaupter sich verschätzt hat, ist bislang ungeklärt, ebenso wie schnell die Unfallbeteiligten unterwegs waren. Die 54-jährige Fahrerin des Kleinbusses verletzte sich so schwer, dass der Rettungshubschrauber sie in eine Klinik nach Augsburg bringen musste. Auch die übrigen Personen, die in den ersten drei Autos saßen - insgesamt sechs, mussten laut Polizei ins Krankenhaus gebracht werden. Bei dem Unfall wurde auch ein Hund verletzt.

Nach dem heftigen Zusammenstoß war die Autobahn Richtung München etwa zwei Stunden lang gesperrt. Die Ermittler mussten erst die Spuren sichern und die etwa 40 Feuerwehrler, die zur Unfallstelle gerufen wurden, hatten alle Hände voll zu tun, Öl und Kühlerflüssigkeiten zu binden. Die Auswertung der Details ist auch noch nicht abgeschlossen. Der Schaden an den Fahrzeugen wird auf insgesamt etwa 25 000 Euro geschätzt. Die Beamten waren am Montag aber nicht sicher, ob diese Summe nicht doch noch nach oben korrigiert werden muss.