Eine steile Schweine-Karriere

Auch die Bronze-Skulptur " Sitzender Keiler" vor dem Jagd- und Fischereimuseum hat ihren Ursprung in Italien: Seit den 1940er Jahren verweilt dort ein von dem Bildhauer Pietro Tacca geschaffenes Wildschwein auf dem Mercato Nuovo in Florenz. Porcellino, Ferkelchen, wird die Skulptur dort genannt, die ihrerseits auf ein griechisches Vorbild zurückgeht.

Das Münchner Schwein vor dem Museum, welches im Übrigen einen Zwilling in der Borstei hat, ist nach dem italienischen Vorbild von Bildhauer Martin Mayer geschaffen worden. In der Borstei steht die Skulptur seit den 1960er Jahren, 1976 fand ein Abguss den Weg vor das Jagdmuseum in der Neuhauser Straße.

Nach Aix-en-Provence und bis nach Sydney haben es Kopien der Skulptur geschafft. Der Eber hatte einen Auftritt in einem Harry-Potter-Film und spielt eine Rolle in Hans Christian Andersens Erzählung "das Metallschwein".

In Florenz, wo die Statue in einen Brunnen integriert ist, soll nach dem Reiben über die Schnauze eine Münze in ebendiese gelegt werden: Nur falls sie dabei dorthin durch das Gitter fällt, wohin auch das Wasser fließt, bringt das Ritual Glück. Der Münchner hat es da leichter; hier muss nur über die Schnauze gerieben werden. Schwein gehabt.

Bild: Stephan Rumpf 15. Februar 2016, 14:312016-02-15 14:31:14 © sz.de/lka/bica