Da wird ein biederes rechtskonservatives Organ wie die Junge Freiheit einfach mit der NPD-Postille Deutsche Stimme über einen Kamm geschoren. Letztere ist natürlich ein abstoßendes Käse- und Kampfblatt. Aber solange der Verfassungsschutz nichts findet, was ein Verbot verlangt, gilt die Pressefreiheit. Es sei denn, man will den vulgärnationalen Proleten bei der Arbeit an ihrem Unterdrückungsmythos helfen.
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Woher kommt die Lust an der Zensur? Beim Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin, einem Zusammenschluss linker Gruppen, haben die Organisatoren der Kampagne nur einen Briefkasten, kein Büro, keine Nummer. Eine E-Mail bleibt lange unbeantwortet, erst am späten Dienstagnachmittag schickt die Sprecherin, Isabell Münch, ein paar Antworten. Es gehe nicht um ein staatliches Verbot, schreibt sie. Das Ziel sei nur, "die Verkaufsstellen über die inhaltliche Ausrichtung der Presseerzeugnisse zu informieren" - die müssten dann selbst entscheiden, ob sie diese weiter anbieten wollen. Im Übrigen schere man die Blätter nicht über einen Kamm.
"Gesamtgesellschaftliches Klima"
Wirklich nicht? Auf der Website wird die Strategie forscher formuliert: Es gehe eben nicht um einzelne Verkaufsstellen, sondern um das "gesamtgesellschaftliche Klima". Auch Vertreter des Pressegroßhandels sollten sich überlegen müssen, "ob sie es sich weiter leisten können, rechte Zeitungen zu vertreiben".
Fragt sich nur, was die Gesamtgesellschaft bislang überhaupt von den rechten Blättern mitbekommen hat. Alle sechs Titel erscheinen in der Nische, seit Jahren. Von einem Einfluss auf die öffentliche Meinung ist nichts bekannt, was wohl auch damit zu tun hat, dass sich viele Kioskbesitzer schon heute nicht trauen, die Titel offen anzubieten.
Links. Es gibt wenige Wörter, die im deutschen Politikbetrieb so romantisch besetzt sind. Aber wenn man sich diesen Bund der Vertreibenden anschaut, dann weiß man, was es auch nie wieder geben darf.
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(SZ vom 14.07.2010/berr)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
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Schönen Dank für Ihre Verteidigung meiner Meinungsfreiheit gegenüber einem "rumbu=
rak2006"!
Überhaupt sind die wenigen, aber sehr zustimmenden Kommentare für den SZ-Journa=
listen eine Freude! Ich glaube allerdings, daß der einzelne, mutige Journalist in dieser
ach so linken SZ in der nächsten Zeit keine Freude am Arbeitsplatz erleben wird. Er muß
nach aller bekannten "Politischen Korrektheit" - sprich Unterdrückung der Meinungsfrei=
heit - mit Pressionen rechnen, warten wir mal ab wie lange er noch "in Amt und Würden"
bei diesem linken Presseoegan bleibt!
Sehr verehrter Herr Hauser,
"genau den Beginn des Artikels bestätigen, dass jeder, der nicht Ihrer - natürlich allein richtigen und seligmachenden - Meinung ist, unter Generalverdacht zu stellen ist"
sie sprechen hier von einer "Meinung", ich spreche von einem Zitat welches inhaltlich verfälscht wurde. Wer wie felixaustria schreibt
"Rosa Luxemburg meinte mit ihrem Spruch "Freiheit ist immer die Freiheit der Anders=
denkenden" lediglich die "andersdenkenden KPD-Mitglieder"
wiewohl das nachweislich falsch ist, wenn man nur das Zitat von ihr LIEST.
Sie sprechen von Generalverdacht und Meinungen. Ich spreche von einem Zitat. Ein Zitat können sie vielleicht interpretieren, aber da gibt es keine "Meinungen". Von daher vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
Was die "couleur" (danke für die Korrektur) betrifft, wer ein historisches, jederzeit nachprüfbares Zitat inhaltlich verfälscht wie felixaustria es tat, dem kann man entweder mangelnden Intellekt oder bösen Willen unterstellen. Und es liegt mir Fern meinen Mitmenschen mangelnden Intellekt zu unterstellen.
Ich kann nur raten, auch mal ein Blick auf die rechten Erzeugnisse zu werfen. Erweitert den Horizont.
Ich hab mir die Zuerst gekauft und sie ist auch für "linke" Menschen interessant zu lesen.
Man kann es nur gutfinden, wenn auch rechts der bürgerlichen Mainstreampresse ein mediales Sprachrohr entsteht.
Ich frag mich ernsthaft, ob sich die Kiosk Blockwarte überhaupt näher mit den Erzeugnisses auseinandergesetzt haben.
Und zur kleinen Minderheit, die eine große Mehrheit hinter sich hat: Das ist leider die Wahrheit. Wer würde denn nicht seine Unterschrift beim "Kampf gegen Rechts" setzen?
Man könnte sich in dieser linken Gesellschaft leicht verdächtig machen. Krampf gegen Rechts fällt mir dazu ein.
Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen. Perfekt
Aber ich bin trotzdem überrascht. Nach einigen kritischen Kommentaren muss ich nun feststellen, das liberales Denken in der SZ noch zu Hause ist.
Paging