Die Schlafzimmertür bleibt zu. Die Deutschen reden über zweierlei nicht gern: Sex und Gehalt.
Die Gesprächsthemen Sexualität und Geld sind laut einer Studie stärker tabuisiert als noch vor einigen Jahren. Knapp zwei von drei Deutschen sprechen selbst mit guten Freunden kaum über Sex, da ihnen das Thema zu privat ist, wie die Erhebung "Gesprächskultur in Deutschland" zeigt.
Was im Schlafzimmer passiert, geht oft die besten Freunde nichts an (© Foto: photocase)
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Im Vergleich zu 2005 stieg der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe laut der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie von 61 auf 64 Prozent. Über die Themen Einkommen und Vermögen schweigen demnach 61 Prozent, ein Plus von vier Prozentpunkten.
Die Tabuisierung werde restriktiver, auf eine Entspannung deute nichts hin, konstatierte die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher. Die Studie im Auftrag der Zeitschrift Bild der Frau stellte ferner eine zunehmende kommunikative Trennung der Generationen fest.
Während das persönliche Gespräch bei rund 70 Prozent der Bürger ab 45 Jahren die bevorzugte Form der Kommunikation darstellt, sind es bei den 14- bis 19-Jährigen lediglich 36 Prozent. Die Jugendlichen setzen demnach überwiegend und stark zunehmend auf Internetchats, SMS und E-Mails.
So stieg der Anteil der Befragten unter 30 Jahren, die mehrmals täglich Chats nutzen, binnen eines Jahres von 63 auf 71 Prozent. Die Rate der Kontaktpflege per Handy erhöhte sich 2008 von 57 auf 64 Prozent.
In der Gesamtbevölkerung waren es jeweils 39 Prozent. Entgegen allgemeinen Klischees sind die Deutschen der Studie zufolge kontaktfreudig. 63 Prozent führen mehrmals pro Woche intensive Gespräche. 55 Prozent sagen von sich selbst, leicht mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.
Allerdings verfügen 53 Prozent über nur wenige Menschen, mit denen sie richtig gute Gespräche führen können. Für die Studie wurden 1843 Menschen ab 14 Jahren im August 2008 befragt.
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(ddp/sueddeutsche.de/mmk)
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...ja sowas ist ein Anachronismus. In der baldigen Zeit der Totalueberwachung der Festplatten, Schlafzimmer und Toiletten, Web- und Handycams muss man sich vom Gedanken der "Privatsphaere" verabschieden. Schon jetzt heisst es ja, Herr Schmitt liest mit. Bald sieht und hoert er auch noch ... denn wie wir alle wissen: In der Privatsphaere entstehen Terroristen! Deswegen hinfort damit!
Tja, da kann man nur auf die naechste Revolution hoffen.
Nur Stammtisch- und sonstige Möchtegern-Casanovas reden über Sex. Der Kavalier geniesst und schweigt.
Alles eine Frage des Anstands....
Die Tabuisierung werde restriktiver, auf eine Entspannung deute nichts hin.
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Ist das Nicht-drüber-reden denn "gespannt". Was ist daran so furchtbar, daß ich mein Gehalt und mein Sexleben nicht in der Innenstadt plakatiere?
Ist richtig, ich darf über mein Gehalt auch nicht reden. Das verbieten die meisten Firmen. Es lohnt sich aber trotzdem das zu machen. Dumm nur das man das Gehalt der anderen nicht als Argument in Lohnverhandlungen anführen kann. Weil eigentlich darf man das ja nicht wissen. Bisher haben die anderen aber immer weniger bekommen wie ich, da fand ich das nicht so tragisch :P
Und warum nicht über Sex reden? Es gibt dümmer Themen über die man im Freundeskreis reden kann. Es gibt sogar Internetforen für sowas.
Nur SZ-online ist sicher nicht der richtige Platz um sich über Sexuelle Vorlieben auszutauschen ;-)
Gemäß meinem (alten) Arbeitsvertrag durfte ich über mein Gehalt gar nicht sprechen.
Der Rest wird sicher NICHT hier erörtert ;-)