Simone Thomalla hat sich von Rudi Assauer einiges gefallen lassen. Vorbei. Erst angelt sie sich einen jüngeren Mann, nun hat sie sich für den Playboy ausgezogen.
Sie räkelt sich in weißen Laken, posiert vollbusig vor rotem Samt. Nichts umhüllt sie als ein seidener Morgenmantel mit Spitzen: Simone Thomalla, 44 Jahre alt, hat sich für die am Donnerstag erscheinende Februar-Ausgabe des Playboy ausgezogen und von Antoine Verglas fotografieren lassen. Der Franzose hatte schon Halle Berry, Anna Nicole Smith, Shakira und Brooke Shields vor der Kamera.
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Simone Thomalla im Männermagazin: Der Höhepunkt einer Metamorphose. Weitere Motive exklusiv nur unter www.playboy.de (© Foto: Antoine Verglas für Playboy Februar 2010)
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Im dazugehörigen Interview sagt Thomalla über die gewollt verruchte Inszenierung, sie "gebe die Katze". Doch diese Bilder zeigen mehr: Diese Frau hat nicht katzenmäßig ihre Kleider abgelegt. Die "Tatort"-Kommissarin hat sich gehäutet. Es ist der Höhepunkt einer Metamorphose, die vor einem Jahr begonnen hat - mit der Trennung von Rudi Assauer, dem ehemaligen Manager des Fußballklubs Schalke 04.
Rückblickend grenzt es fast an ein Wunder, dass eine selbständige, gutaussehende Frau wie sie sich überhaupt mit einem selbsternannten Proleten abgab, und das acht Jahre lang. In der Werbung holte sie ihm das Bier aus dem Kühlschrank.
Man konnte sich durchaus vorstellen, dass Simone Thomalla das auch tat, wenn das rote Licht der Kameras nicht mehr leuchtete. Schließlich prahlte der zigarrenrauchende "Dressman" gerne damit, seine rund 20 Jahre jüngere Freundin "Alte" zu nennen. Kein Wunder, dass es ständig Zoff gab.
Irgendwann muss er zu weit gegangen sein: Vor knapp einem Jahr trennte sich das Medienpaar, das mit der Zurschaustellung der eigenen Rollenverteilung gutes Geld machte.
Sie zog aus seiner Gelsenkirchener Villa aus, ging zurück nach Berlin. Im Juni auf Sylt dann das letzte Aufbäumen: Das Fußball-Rauhbein traf per Zufall erneut auf die toughe "Tatort"-Komissarin. Beide hatten wohl etwas getrunken, er vergaß seine Coolness, tickte aus, wurde handgreiflich, packte sie am Arm und drückte sie in einen Blumenbeet. Dumm nur, dass ein Fotograf in der Nähe stand. Einen Tag später erschienen die Bilder des aggressiven 65-Jährigen in der Bild-Zeitung.
Reumütig suchte Assauer nach einer Erklärung für seinen Total-Ausfall. "Wir sind eben gewaltige Temperamentsbolzen. Und Sturköppe. Ehrlich, die Alte ist unheimlich in Ordnung."
Spätestens da muss Thomalla klargeworden sein, dass das Leben noch mehr zu bieten hat als einen "Alten", der mit seiner Schlagfertigkeit kokettiert. Sie holte zum Gegenschlag aus.
Ihren ersten Triumph präsentierte sie Anfang November. Wie ein Schmuckstück strahlte ein Mann an ihrer Seite, der ihr Sohn sein könnte, oder der Freund ihrer 20-jährigen Tochter Sophia: Silvio Heinevetter, Torwart der Handball-Nationalmannschaft und von Füchse Berlin, 25 Jahre alt, sportlich, erfolgreich, gutaussehend. Und vor allem vier Jahrzehnte jünger als sein Vorgänger.
Der erklärte unterdessen, ihm falle in seiner 400-Quadratmeter-Villa die Decke auf den Kopf. "Manchmal ist es so, dass ich darüber nachdenke und sage: Jetzt sitzt du hier auf dem Sofa und guckst nur noch Fußball, Fußball, Fußball", sagte er der Zeitschrift Das Neue.
Trotzdem teilte er einige Monate später im selben Journal mit, er wolle gar nicht mehr mit einer Frau zusammenleben: Zwar dürften "vernünftige Damen" immer zu ihm nach Hause kommen, "aber eine Frau im Haus brauche ich eigentlich nicht mehr". Er sei alt genug, um zu wissen, was er mache. Außerdem wolle er die Dinge nun ruhiger angehen.
Das ist gut. So muss man sich um den Macho auch in diesen Tagen keine Sorgen machen. Denn bei Simone Thomalla, der "Ex", läuft derzeit alles rund. Neben ihrer Rolle als "Tatort"-Komissarin Eva Saalfeld, die Assauer stets altväterlich-jovial belächelt hatte, spielt sie demnächst eine Doppelrolle in der ZDF-Krimiserie "Die Rosenheim-Cops" - die Krise hat ihr Aufwind gegeben.
Mit ihren Aufnamen im Playboy hat Simone Thomalla nun zum zweiten Gegenschlag in Richtung Assauer angesetzt. Sie zeigt nicht nur ihren Körper, sondern vor allem, dass sie sich einen 19 Jahre jüngeren Mann sehr wohl leisten kann.
Diese Ohrfeige dürfte sitzen.
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(sueddeutsche.de/bre/vs/jja)
Schlechter Datenschutz
... ich bin täglich froh, dass ich die SZ nur Online "konsumiere". Für solche und ähnliche Beiträge wäre mir jeder Cent für den Kauf der Printausgabe viel zu schade!
Ja klar, für Playboy ist sie bestimmt geeignet und natürlich auch für alles andere was möglich ist auf diesem Markt. Auf jeden Fall.
Allerdings sollte sie ihre Rolle als Schauspielerin doch noch einmal überdenken. Zumindest für anspruchsvollere Aufgaben in diesem Fach. Zu Gunsten der Zuschauer.
... Hefner ist mindestens so pleite wie die SWMH. Und da kann er sich so eine Reklamestrecke leisten? Oder übernimmt Frau Assauer die Hälfte?
Und: Wo ist der Hinweis "Anzeige" jeweils über den beiden Beiträgen?
Nicht jede Frau mit ihrer Haut in Scheine machen. Die Biologie eines Mannes reagiert hier ohne Nachdenken. Manchen Frauen ist ihre Haut zu wertvoll für den Präsentierteller.
Da muss ein Mann schon mehr einsetzen als seine Hormone. Gott sei dank.
Sich zu häuten, kommt doch heute keinerlei Besonderheit mehr zu.
Diese Frau kann sich doch sehen lassen - ergo, why not...
Paging