Sex in der Ehe als dauerhaftes Konjunkturprogramm: Warum zwei Bücher in den USA ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit erregen.
Wer hätte gedacht, dass man mit dem Thema Sex noch eine solche Aufregung auslösen kann? Dass zwei unbekannte Buchautoren schon vor dem Veröffentlichungstermin die Bestsellerlisten erobern und der New York Times einen voluminösen Bericht wert sind?
Sex-Ratgeber: eine kostenneutrale Lösung vieler Eheprobleme in einer Do-it-yourself-Gesellschaft (© Foto: Random House)
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Es muss wohl daran liegen, dass - erstaunlich genug - eine Lücke klafft in der schier unendlichen Reihe von Ratgebern der Abteilung Liebe und Leidenschaft. Charla Mullers Erstlingswerk "365 Nights" und das ebenso autobiographische Buch "Just Do It" von Douglas Brown behandeln den Beischlaf in der Ehe - der Koitus als Konjunkturprogramm.
Beiden Autoren geht es darum, sich aus ihrer selbstverschuldeten Trägheit zu befreien. Das Mittel ist denkbar einfach: Wer will, der kann und der soll auch Sex haben, und das möglichst oft und immer wieder.
Anatomie ist machbar, Herr Nachbar
Ein Jahr lang dauerte der Versuch bei Charla und Brad Muller, zwei konservativen Republikanern aus Charlotte in North Carolina, deren Liebesleben zuvor beinahe eingeschlafen war. Auf immerhin 101 Nächte in Folge brachte es das Ehepaar Douglas und Annie Brown. Und nun müssen beide Autoren ausführlich erklären, wie eine solche Glanzleistung überhaupt möglich ist, wo doch alle Statistiken davon ausgehen, dass die Lust in einer übersexualisierten Gesellschaft rapide sinkt.
Idealerweise arbeitet Brown, 42, als Reporter bei der Denver Post. Er kennt die Spielregeln der Branche und weiß, wie man Sehnsüchte und Phantasien des - überwiegend weiblichen - Publikums bedient. Während Charla Muller behutsam und diskret über ihren ehelichen Neustart berichtet, hat ihr Autorenkollege weniger Hemmungen.
Seine Beschreibung der 101 Nächte ähnelt den detailgetreuen Baseballberichten der US-Medien: Von immer neuen technischen Varianten, von wechselnden Spielorten und Motivationskünsten ist die Rede; und am Ende ging es Douglas Brown wohl allem darum, nicht vor Ende des Projekts vor Müdigkeit in die Knie zu sinken. Mit etwas Ausdauertraining sei Sex in der Ehe eine Selbstverständlichkeit, weil in der Wiederholung der Zwang entfalle, "Leistung bringen zu müssen".
Der geneigte Leser dürfte angesichts des Pensums vielleicht staunen, aber keineswegs verzweifeln: Anatomie ist machbar, Herr Nachbar, lautet die Botschaft der Bücher.
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.. auf ihren einfachsten Ausdruck reduziert.
Diese paar von Menschen hier, die *nicht* das Bedürfnis haben, einander kennenzulernen, betreiben ihre Erziehung, ihren Sex und Beruf, und ihr Altern so gleichartig, dass ein Lebenslauf unendlich kürzer sein muss, als eine verrückte Statistik für die Völker des Kontinents annimmt :o))
Also mal ehrlich: was ist denn der Grund, warum Paare nicht mehr miteinander schlafen? Meistens liegt es doch daran, dass Sex von einem (oder beiden) als uninspirierend, langweilig oder anstrengend erlebt wird. Wieso sollte das jetzt besser werden, nur, weil ich ich es häufiger (täglich gar, welch Strafe!) tue??
Die meisten von uns wollen aus guten Gründen guten Sex, gerne auch mit dem Ehepartner. Und da gibts bessere Wege als den Zwang zur Wiederholung. Der Psychologe Rainer Grunert zum Beispiel hat auf www.leiden-oder-leidenschaft.de eine Replik auf die "365 nights" und "Just do it" eingestellt, die - ganz europäisch - an die Ursachen geht, aber da vielleicht auch mehr bewirkt.
Na und?
Der Mensch muss seine Zeugungskraft nicht vergeuden, denn sie stellt einen nicht unerheblichen Teil seiner eigenen Gesamt-Lebensenergie, sowie Gesundheit und Lebenskraft dar. Lebe in Einklang mit der Natur..
..und dieser Sexual-Termin, wenn es ist sein/ihr Wille, wird uns jeden Monat von den Gestirnen geboten (auch in aller Stille).
... ist relativ trivial. in amerika ist das wirklich ein thema. und es gibt dort schon noch gruppen fuer die "illegale" paare ein thema sind. so wie es noch ehrenmorde in der eu gibt.
und USA ist damit gut geld zu machen, denn erstens sind die relativ empfaenglich fuer solche themen und zweitens sind bei 260mio buergern da schnell mal ein paar dollar abgegriffenm, da potentielle interessentengruppe statistisch viel hoeher ist .
aber was mich erschreckt sind die kommentare einiger leute hier.
dachte nicht das es so was noch gibt.
hoffentlcih treffe ich nie auf solche menschen.
gott bewahre mich (atheisten) davor.
und man kann durchaus 101 tage "in a row" (auch mit "kommen" und auch als frau)
man kann auch 101 (und noch viel laenger) am stueck einsam zu zweit nebeneinander daher leben. wie man sein leben verbringt ist eine selbst auferlegt. wer ein buch braucht um sein leben auf die reihe zu bringen... hat sich zumidenst schon mal gedanken gemacht. wer das nicht macht, hat schon verloren.
doch, "selig sind die im geiste armen." lest doch die bibel mal genau! wo steht denn da z.b. was vom verbot des vorehelichen GVs? wo? hmmm?
Paging