Der Frühling bringt viel junges Gemüse auf den Tisch. Doch was steckt in Rhabarber, Mangold und Spargel? Und wann schlägt wessen Stunde? Der Frühlingsgemüse-Check
Sauer macht lustig
Zwar hinterlässt er ein "pelziges" Gefühl auf den Zähnen, ist aber trotzdem ein Dauerbrenner im Frühling: Der Rhabarber hat bis Juni Saison - als Kompott mit Erdbeeren, im Quarkstreuselkuchen, Vanillejoghurt oder zu Wildgerichten.
Die Staude, die aus der Mongolei und Ostsibirien stammt, wird erst seit rund 300 Jahren gezielt in Europa angebaut. Und eigentlich ist sie ein Gemüse, auch wenn sie wie Obst behandelt wird. Der Verwandte des Sauerampfers ist reich an Vitamin C und Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor - und arm an Kalorien.
Allerdings enthält Rhabarber Oxalsäure, die vor allem die grünen Stiele sehr sauer macht. Darum zählt zu den meisten Rezepten eine gehörige Portion Zucker, womit das Kalorienargument widerlegt wäre. Ein Tipp: Gut schälen, vor allem rote Stiele verwenden und ausreichend Kochen - das nimmt die Säure.
In Kombination mit Milchprodukten (Rhabarber-Kompott mit Vanillesauce) entsteht das raue Gefühl auf den Zähnen. Dennoch sollte man auf milchige Zutaten nicht verzichten: Quark, Joghurt und Milch gleichen den "Kalzium-Raub" aus, den die Pflanze im Körper betreibt.
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28. Juli 2009, 16:21 2009-07-28 16:21:00 ©