Was bringt die neue Energiesparlampe? Und wie wird man sie wieder los? Ist das Licht nicht furchtbar ungemütlich? Was Verbraucher jetzt wissen müssen.
Wie gut sind Sparlampen fürs Klima?
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(© Foto: ddp)
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Die EU-Kommission rechnet damit, dass ihr Glühbirnen-Verbot jährlich 40 Milliarden Kilowattstunden Strom in Europa spart, entsprechend der Leistung von zehn mittelgroßen 500-Megawatt-Kraftwerken. In CO2 gerechnet bedeutet das eine Ersparnis von 15 Millionen Tonnen jährlich.
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Grundsätzlich befürworte ich den Einsatz von Energiesparlampen und widerspreche auch den Kommentaren hier, in denen unzutreffende Behauptungen bezüglich der Qualität des Lichtes und der Lebensdauer der Lampen vorgebracht werden.
Aber der Teufel steckt wie so oft im Detail:
So kenne ich z.B. keine Energiesparlampe, die ein angenehmes "Wohn"-Licht ausstrahlt, die schnell ihre volle Leuchtstärke erreicht. Alle benötigen mehrere Minuten vom Schummerlicht bis 100%.
Energiesparlampen die sofort flackerfrei ihre volle Leuchtstärke erreichen können dies nur durch ein Warmstartmodul, das aber zusätzliche Energie verbraucht. Außerdem haben diese Lampen i.d.R. ein eher kaltes Licht.
An Orten, an denen die Lampen häufig ein- und ausgeschaltet werden (Flure, WC´s etc.) ist deren Preis-/Leistungsverhältnis katastrophal, da das Einschalten für diesen Lampentyp Stress total bedeutet wodurch die Lebensdauer an diesen Orten nur geringfügig über der von Glühbirnen liegt. Ganz abgesehen davon, dass ich an diesen Orten auch SOFORT helles Licht haben will um nicht im ersten Schummerlicht über die Schuhe der Kinder zu fallen oder Schlimmeres zu erleben.
Aus vorgenannten Gründen setze ich einen wie ich denke sehr sinnvollen Mix ein:
Überall dort, wo Lampen meist längere Zeit brennen sind Energiesparlampen mit einem dem Einsatzort angemessenen Lichttyp eingesetzt. Wo ich relativ kurzfristig sehr helles Licht brauche verwende ich Halogenlampen als Kompromiss zwischen Effizienz und Lebensdauer und überall dort, wo das Licht in kurzen Takten ein- und ausgeschaltet wird (Flur, Treppenhaus, WC) verwende ich die konventionelle Glühbirne, die dort zwar auch nicht lange lebt, aber wenigstens kaum etwas kostet und deren schlechte Energieausnutzung hier keine so bedeutende Rolle spielt, weil sie nur kurz an ist und ich sie schon lange 1-2 Leuchtstufen kleiner wähle als früher. Das bringt bei nur minimalem Lichtverlust auch den gewünschten Strom-Spareffekt.
Aber wie man sieht, hat die Industrielobby in Brüssel mal wieder ganze Arbeit geleistet, den Energiespareffekt überzeugend verkauft und alle anderen Aspekte unter den Tisch gekehrt. Jedenfalls finde ich keine andere Erklärung dafür, dass die Politik nicht darauf setzt, über moderne und effiziente Leuchtmittel aufzuklären sondern einfach per Dekret ein in vielen Fällen sinnvolles Leuchtmittel verbietet.
Jahrzehntelang gehörte es zu einer Uhr, dass man sie aufziehen muß. Feinere Modelle hatten später ein Automatikwerk, d.h. man mußte die Uhr nur noch bewegen. Und dann kam der Siegeszug der elektrisch betriebenen Quarzwerke. Sekundengenau, auch nach Wochen in der Schublade noch aktuell in der Zeit. Sofern die Batterie nicht zwischenzeitlich entladen war. Aber auch irgendwie seelenlos.
Wer heute etwas auf sich hält, trägt wieder mechanisch. Zumindest bei besonderen Gelegenheiten. Z.B. wenn man seine Lieblingsschallplatten (!) auflegt. Zeigt es doch Stil, Wertschätzung mechanischer Handwerkskunst und dass man nicht Sklave der Sekunde ist.
Ähnlich wird es mit der Glühbirne kommen. Eine Werbung eines guten Hotels könnte 2020 so lauten: "...und während sie in ihrem geschmackvoll eingerichteten und gemütlich mit echten Glühbirnen beleuchteten Räumlichkeiten die Weinkarte studieren, hat unser Küchenchef bereits..."
Dass sich Umweltorganisationen mal für die Verbreitung von Quecksilberdampflampen einsetzen, hätte ich mir nie träumen lassen. Man muss sie halt nur "Energiesparlampen" nennen und behaupten, sie wären eine neue Technologie, schon gehen Politik und Presse dieser Mogelpackung auf dem Leim.
Ich hatte bisher gedacht, dass sich eigentlich jeder über Leuchtstoffröhren und deren schummriges Licht aufregt (die Farbtemperatur hat damit übrigens nur wenig zu tun). Aus den Wohnungen wurden sie weitgehend verbannt und jetzt kehren zurück. Was ein neues Etikett ("Energiespar") so alles bewirken kann...
Ich wundere mich ernsthaft darüber, warum die SZ so unkritisch mit diesem Thema umgeht.
Auf Cuba wurden schon 2004 Glühbirnen gegen Leuchtstofflampen ausgetauscht und auch ich habe nahezu komplett auf Energiesparlampen umgestellt.
Mit den entsprechenden Leuchten kann man eine mindestens ebenso angenehme Atmosphäre schaffen wie mit dem Stromfresser Glübirne.
Das ist das mindeste, was jeder von uns für die Umwelt tun sollte: Veraltete Technik gegen bessere neue austauschen.
jedenfalls abschließend geklärt, dass wir nicht mehr in einem freien Staat leben, sondern uns unsere Regierung jeden Quatsch vorschreiben kann.
Der Bürger ist zu doof, die für ihn preiswerteste und angenehmste Lampe auszusuchen, dafür brauchen wir unsere Elite in Brüssel.
Wie ist so eine Einstellung eigentlich damit zu vereinbaren, dass wir Untertanen noch ein Wahlrecht haben?
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