Zehn Zitate von Gabriel García Márquez "Hab keine Angst. Gott wartet schon an der Türe auf dich"

Gabriel García Márquez, einer der berühmtesten Schriftsteller Lateinamerikas, ist im Alter von 87 Jahren gestorben.

(Foto: dpa)

Gabriel García Márquez ist gestorben. Was von dem großen Schriftsteller Lateinamerikas bleibt, sind seine Worte. Zehn Zitate zum Teilen, Vorlesen - und Innehalten.

Von Tobias Dorfer

Der "größte Kolumbianer aller Zeiten" ist gestorben.Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos zeigt sich in seinem Tweet zum Tod des Schriftstellers Gabriel García Márquez bedrückt - aber er drückt auch seinen großen Respekt vor dem Lebenswerk des Literaten aus. Wie Santos geht es vielen Menschen, die sich von Márquez' Literatur, seiner bildhaften Sprache und vor allem von seiner Wortgewalt inspirieren ließen. Von seinen Romanen, die das Südamerikabild von Generationen prägten.

Auch in den sozialen Netzwerken gedenken die Menschen des Literaten. Sie teilen Zitate aus seinen Büchern - etwa dem Welterfolg "Hundert Jahre Einsamkeit" - oder seinen Wortmeldungen und bringen so die Gedanken des großen Schriftstellers Lateinamerikas noch einmal ins Gedächtnis nicht nur jener Menschen, die Gabriel García Márquez schon zu Lebzeiten verehrt haben.

Zehn Zitate, die dem großen Literaten zugeschrieben werden - zum Teilen, Vorlesen - und selbst Verinnerlichen:

  • "Das Leben ist nicht das, was man gelebt hat, sondern das, woran man sich erinnert und wie man sich daran erinnert - um davon zu erzählen" (aus Memoirenband: "Leben, um davon zu erzählen", 2002)
  • "Menschlichkeit, wie Soldaten auf dem Schlachtfeld, kommt immer nur mit der Geschwindigkeit des Langsamsten voran." (aus: Die Liebe in Zeiten der Cholera, 1985)
  • "Egal, was auch passiert, niemand kann dir die Tänze nehmen, die du schon getanzt hast." (aus: Erinnerung an meine traurigen Huren, 2004)
  • "Das Problem bei der Ehe ist, dass sie jede Nacht endet und am Morgen vor dem Frühstück wieder aufgebaut werden muss." (aus: Die Liebe in Zeiten der Cholera, 1985)
  • "Nichts in der Welt ist schwieriger als die Liebe."​ (aus: Die Liebe in Zeiten der Cholera, 1985)
  • "Jeder Mensch hat drei Leben: ein öffentliches, ein privates und ein geheimes." (aus: Gabriel García Márquez: A Life, Gerald Martin, 2010)
  • ​"Keine Medizin heilt, was Zufriedenheit nicht heilen kann." (aus: Von der Liebe und anderen Dämonen, 1994)
  • "Ich glaube nicht an Gott, aber ich habe Angst vor ihm." (aus: Die Liebe in Zeiten der Cholera, 1985)
  • ​​"Ich erinnere mich an keinen Film, der ein gutes Buch verbessert hat. Aber ich erinnere mich an viele gute Filme, die sehr schlechte Romane zur Vorlage haben." (aus einem Interview mit The Paris Review)
  • ​"Hab keine Angst. Gott wartet schon an der Türe auf dich." (aus: Die Liebe in Zeiten der Cholera, 1985)