Im Osten ein Star

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Viele Boningsche Sensationen sind bisher der Weltöffentlichkeit verborgen geblieben, weshalb es also einen Grund für dieses Buch gab. Es fehlt nicht an Persönlichem. So erinnert sich Boning (seit 1998 als "romantischer Liberaler" in der FDP) an Jürgen W. Möllemann, den er für RTL während eines Fallschirmsprungs interviewt hatte. Während einer Tour auf dem Radweg an der ehemaligen Berliner Mauer erfuhr er vom Tod der "höchst originellen Persönlichkeit" (Boning). Sein Rückblick: "Ich stand neben meinem Mietrad und starrte mit weißer Nase auf den ehemaligen Todesstreifen".

In seinem Wohnort Bernbeuren ist Boning eine akzeptierte Persönlichkeit, wie man erfährt, schließlich ist er im örtlichen Turn- und Sportverein zum Obmann Ski Nordisch gewählt worden. Nun freut er sich über den warmen Winter - nicht ein einziges Mal habe er mit einem alten Motorschlitten der Firma Bombardier die Loipe spuren müssen.

In Leipzig erzählt der Outdoor-Freak in der weißen Ballonseide noch von der nächsten Clever-Staffel, auf die er sich freue. Nein, es gebe keine Pläne für ein weiteres Buch (auch nicht a la Eva Herman über die Reaktionen auf sein aktuelles Werk). Und nein, es habe auch noch niemand über eine Verfilmung seiner Nachtsporteleien nachgedacht, obwohl das schon eine "schöne Idee" sei. Für die Hauptrolle bietet sich eigentlich nur Wigald Boning an. Eine Wiederbelebung seiner Sendung WIB-Schaukel, für die es kurz nach der Absetzung durch das ZDF einen Grimme-Preis gab, interessiert ihn schon sichtlich mehr.

Das müsste man vielleicht einmal dem ZDF sagen, meint Boning. Dann geht er vom Podest herunter zu dem Stand mit dem Dutzend Bücher, die er signieren soll. Die Leute lachen. Sie drängen. Sie reißen sich um die paar Exemplare.

Im Osten ist Wigald Boning ein Star.

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(sueddeutsche.de)