TV: Bauer sucht Frau Wer hat's erfunden?

Das für RTL so erfolgreiche Bauern-Dating gibt es schon seit 25 Jahren - in der Schweiz. Der Sender SF1 zeigt nun im Rückblick, welche Beziehungen gehalten haben.

Von Senta Krasser

Die dritte Staffel von Bauer sucht Frau, der rustikalen Romantikshow auf RTL, könnte im März einen Grimme-Preis ernten. Das Format ist nominiert in der Kategorie Unterhaltung - eine Innovation ist es nicht. Auf die Idee, ledige Bauern zu verkuppeln, kam das Schweizer Fernsehen bereits vor 25 Jahren.

Bauer Andi hat sich für Katrin entschieden. Nicht der einzige, der übers TV zur Traumfrau kam.

(Foto: Foto: RTL)

Bauer sucht Bäuerin war 1983 die erste Kuppel-Show im Schweizer Fernsehen und wühlte die Zuschauer gehörig auf. Denn anders als heute war diese öffentliche Art der Heiratsvermittlung, das Formulieren persönlicher Bedürfnisse und Hoffnungen fürs Publikum wie für die mitmachenden sieben Bauern ungewohnt und neu.

Bauernverbände, das ist heute nicht anders, tobten, ihre Zunftbrüder würden ausgestellt. Nach der Ausstrahlung waren sie beruhigt. Für sechs Landwirte gab es grundseriös ein hochzeitliches Happy End auf dem Bauernhof. Die ersten beiden Staffeln von Bauer sucht Frau brachten immerhin zwei Ehen hervor.

Der Erfolg der RTL-Brautschau trieb die Schweizer nun zur Frage, wie es den eigenen TV-Bauern so ergangen ist: Verhältnismäßig gut, wie man seit Montag dieser Woche im Vorabendmagazin Schweiz aktuell auf SF 1 sehen kann. Vier Ehen haben gehalten. "Bauer sucht Bäuerin. 25 Jahre danach" erlaubt den Blick zurück in nostalgische, aber nicht unbedingt bessere Fernsehzeiten: Sehr bedächtig und ohne Brimborium bahnten sich Beziehungen an. Die interessierten Bräute schrieben noch Briefe an den Liebsten. Die Kamera hielt sich diskret zurück - bis zu dem Tag, an dem der Bauer seine Bäuerin auf dem Traktor zum Traualtar führte. Kuscheln im Heu dürfen (oder müssen?) die Bauern bei RTL. Voraussichtlich im Herbst dann in der vierten Staffel.

Schweiz aktuell - "Bauer sucht Bäuerin. 25 Jahre danach", fünf Folgen montags bis zum 25.2., 19 Uhr, SF 1. - Außerdem kann man die Sendung im Internet bei www.schweizaktuell.sf.tv verfolgen.