Redford-BiographieFür immer dreißig, blond, perfekt

Er ist ein Hollywood-Star, aber er liebt auch abseitiges Independent-Kino: Robert Redford wollte immer mehr sein als nur "Sexiest Man Alive". Eine neue, aufwendig recherchierte Biographie beschreibt den Schauspieler nun als einen Meister seiner eigenen Legende - auch Neuigkeiten sind zu erfahren.

Er ist ein Hollywood-Star, doch er wandelte auch auf den abseitigen Wegen des Independent-Kinos: Robert Redford wollte einfach mehr sein als der "sexiest man alive". Michael Feeny Callan veröffentlicht nun eine aufwendig recherchierte Biographie, die einen Schauspieler beschreibt, der an seiner eigenen Legende strickt.

Eigentlich gehört es für die ganz großen Leinwandhelden dazu, dass sie sich einen Rest vom Geheimnis erhalten - das Unerreichbare, das Unerklärliche ist Teil des Mythos. Robert Redford stieg Anfang der siebziger Jahre, nachdem der Western "Butch Cassidy and the Sundance Kid", geschrieben von William Goldman und inszeniert von George Roy Hill, ihm weltweit zum Durchbruch verholfen hatte, zu einer Form von Starruhm auf, die selbst Hollywood bis dahin unbekannt war. Es gibt heute Stars, die das Vierfache seiner höchsten Gagen bekommen, aber von ihnen gibt es eben mehrere. Redford spielte zu seinen größten Zeiten in einer Liga ganz für sich allein. Teurer und umschwärmter von Fans, Produzenten und Regisseuren war vor ihm keiner gewesen - und vielleicht auch nicht enigmatischer.

Filmausschnitt: Robert Redford (l.) und Paul Newman (r.) in ''Butch Cassidy and the Sundance Kid"

Text: Susan Vahabzadeh/SZ vom 10.08.2011

Bild: AP 10. August 2011, 14:152011-08-10 14:15:14 © SZ vom 10.08.2011/cris