Auf seiner Internetseite zur Klimadebatte beschert Dennis Dutton den Leugnern des Klimawandels täglich neu eine Niederlage.
Friedrich Nietzsche spottete einmal, Philosophen seien Menschen, die einen Stein hinter einem Baum verstecken und ihn dann selbst suchen. Soll heißen: Sie wissen meist vorher, worauf sie hinauswollen, ihre vermeintlich argumentativ gefundenen Wahrheiten sind nichts als Vorurteile.
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Eisberge vor Grönland: Duttons Internetseite liefert Argumente für den Klimawandel. (Archivbild) (© Foto: dpa)
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Insofern ist Dennis Dutton als strahlende und mutige Ausnahme hervorzuheben, ist es bei ihm doch umgekehrt: Einfach nur um der Wahrheitsfindung willen sammelt er seit eineinhalb Jahren eisern Argumente gegen seine eigenen Überzeugungen.
Der neuseeländische Philosophieprofessor glaubt nicht daran, dass der Mensch einen wesentlichen Anteil an der Erderwärmung hat, fühlt sich aber als Erbe Karl Poppers, der 70 Jahre vor ihm an der Universität von Canterbury gearbeitet hat, und dessen Lehre verpflichtet, dass die Qualität wissenschaftlicher Theorie immer auch davon abhängt, wie sehr sie sich selbst in Frage stellt und skeptisch hinterfragt.
So gründete er Anfang 2008 die Seite Climatedebatedaily, auf der er täglich in der "Pro"-Spalte auf Texte verlinkt, die den menschenbedingten Klimawandel belegen und auf der Contraspalte Texte, die dagegen argumentieren - und hat so, ohne das zu wollen, eine der wichtigsten Seiten für alle umweltinteressierten Internauten geschaffen.
Momentan steht ganz oben ein Text des Meteorologen Jeff Masters, der beschreibt, wie ungemütlich die Erde während des sogenannten Paläozän/Eozän-Temperatur-Maximums vor 55 Millionen Jahren aussah.
Immer wieder verlinkt wird auf George Monbiots Blog von der Website des Guardian, tatsächlich: besser, bissiger, kompetenter kann man kaum schreiben über den Klimawandel und seine Gegner.
Ein weiterer Dauergast auf Duttons Seite ist der Londoner Journalist Fred Pearce, der kürzlich in Nature beschrieb, was für katastrophale Folgen es haben wird, wenn tatsächlich das Methan in den subpolaren Permafrostböden großflächig auftaut, ein Text, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Pearce verschraubt die wichtigsten Ergebnisse, Studien und Thesen der vergangenen Jahre zu einem solch erschreckenden Szenario sich gegenseitig verstärkender Mechanismen, dass man daraus in den Alltag zurückkehrt wie ein Kinozuschauer, der aus dem dunklen Vorführungssaal ins grelle Alltagslicht stolpert und erstmal hilflos auf dem Bürgersteig rumsteht und den Autos hinterherschaut.
Nun müsste man um der journalistischen Neutralität willen auch auf Contra-Texte verweisen. Während aber auf der Proseite Tag um Tag hervorragend recherchierte, akribisch durchgearbeitete, scharfsinnig argumentierende Texte aus angesehenen Magazinen und Forschungseinrichtungen stehen, haben die meisten seiner Gegner nichts zu bieten als spintisierende Gerüchte und mehr oder weniger leicht zu durchschauende Fehlinterpretationen wissenschaftlicher Daten.
Momentan ganz oben steht ein Text aus der Herald Sun, der als Beleg gegen den Klimawandel anführt, dass es im April doch geschneit habe. Dutton aber muss man danken, dass er eisern festhält an seinem Konzept und so den Leugnern des Klimawandels täglich neu eine Niederlage beschert.
(SZ vom 11.05.2009/cag/tob)
Voreiliges Buch "Der Pott ist dahoam"
Die Zahl von Publikationen und die literarische Form sagen noch lange nichts über die fachliche Qalität der Inhalte. Es gab eine Zeit, da wurde mit dem Tode bedroht, wer leugnete, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Heute werden auch wieder die diffamiert, die Zweifel an der gängigen Lehrmeinung haben. Dabei werden von den Klimakatastrophenhysterikern vorsätzlich die Zeiträume ausgeblendet, die nicht mit dem Modell erklärt werden können.
eine Demokratie ist. Wer mehr Artikel vorweist hat gewonnen. Wenn man richtig wissenschaftlich vorgehen wollte, so müsste aus dem Verhältnis der Forscher, die pro bzw. contra Klimawandel untersuchen und/oder deren Finanzierung eine Wichtung der Publikationen vorgenommen werden.
Ich glaub einem Klimamodell erst, wenn es mit historischen Daten bis zum Zeitpunkt X gefüttert jüngere Messwerte plausibel vorhersagen kann. Bis dahin gibts Mechanismen, Theorien, aber keine plausiblen Beweise. Langfristige Temperaturzyklen sind nach meinem Kenntnisstand nicht erklärbar - CO2 und Temperatur korrelieren nicht direkt miteinander.
Das Thema Wolken, Wolkenbildung und Abschattung / Reflektion von Strahlung z.B. ist ziemlich spannend. Die Wahrheit (tm) haben Wissenschaftler im Gegensatz zu Politikern nämlich nicht gepachtet. Und bis auf wenige erheben Sie keinen Anspruch darauf.
Entschuldigung, aber so sieht ein Artikel wirklich nicht aus. Aussagen wie:
"Während aber auf der Proseite Tag um Tag hervorragend recherchierte, akribisch durchgearbeitete, scharfsinnig argumentierende Texte aus angesehenen Magazinen und Forschungseinrichtungen stehen, haben die meisten seiner Gegner nichts zu bieten als spintisierende Gerüchte und mehr oder weniger leicht zu durchschauende Fehlinterpretationen wissenschaftlicher Daten."
ist doch mehr als billig. Zu einem sind Publikationen ein angesehenen Magazinen auch nicht immer richtig und zum anderen, kann kein normaler Mensch, der sich mit der Materie nicht auskennt, etwas dazu sagen.
Woher wollen Sie wissen, dass nicht die Gegner Recht haben? Haben Sie ein Abschluss in Chemie etc.? Es ist nur billig, anderen etwas zu unterstellen!
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Jeder Mensch kann sich irren. Zum anderern sind auch die Forscher auf das Geld der Regierungen abhängig. Deshalb auch viele Forscher dem Zwang verfallen, schnelle Ergebnisse vorzuweisen. Das dadurch auch Forschungsergebnisse verfällscht, verwässert werden, können Sie nicht von der Hand weisen.
wir sind im Würgegriff der Windkraft- und Solaranlagen Illuminati, die uns mit ihrer Allmacht das Autofahren, Heizen usw. vermiesen wollen.
1000 t durch den Menschen (!!!) verfeuerter fossiler Brennstoffe tagtäglich sind natürlich ohne Konsequenzen, Klimaschwankungen gab´s schließlich schon immer.
Einige Kommentatoren stehen mit ihrer bornierten "Klimawandel ist Ökopropaganda" Neurose G.W. Bush in nichts nach!
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Once there were swarms of butterflies in British skies but today you will be lucky to spot one or two and climate change is the culprit ...continue »
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Wie das "continue" vermittelt, geht der Text noch weiter und sollte auch gelesen werden. Hier wird neben anderem durchaus auch Bezug zum Klimawandel genommen. Ihr Kommentar (@trettlager) ist ein Kommentar, den Welt nicht braucht. Sachlich und ausgewogen sollte ein Kommentar das Thema begleiten und nicht nur dumpfe Meinung wiederspiegeln...könnte ich meinen.
Paging