von Burkhard Müller

Die Zapfen hängen am Dach, sieben Pelze reichen nicht hin gegen den kalten Winter, und 16 Autoren galt es zu erraten: die Lösung unseres literarischen Weihnachtsrätsels um Schnee und Eis

Um Schnee und Eis ging es in unserem diesjährigen literarischen Weihnachtsrätsel. Sechzehn Autoren und Werke galt es zu erraten und aus ihnen den Lösungsspruch zu ermitteln. Obwohl mehr als fünfhundert Jahre alt, spricht er verwundert eine Wahrheit über die Unbeständigkeit winterlicher Wetterphänomene aus, die bis heute gilt.

Jean-Paul Belmondo und Catherine Deneuve in "Das Geheimnis der falschen Braut" Bild vergrößern

Ob dieses schöne verschneite Paar in unserem Rätsel auch eine Rolle spielt? Das Bild jedenfalls zeigt Jean-Paul Belmondo und Catherine Deneuve. (© dpa)

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Das Rätsel fragte nach den Namen von 16 Werken und / oder Autoren. Hier sind sie:

1.Hans Christian Andersen, Die Schneekönigin

2.Matthias Claudius

3.Franz Kafka,

Ein Landarzt

4.Verlorene Liebesmüh, Shakespeare

5.Thomas Mann, Der Zauberberg

6.Parzival, Wolfram von Eschenbach

7.Schneeweisschen und Rosenrot

8.Friedrich Güll

9.Bergkristall, Adalbert Stifter

10.John Updike, Schnee in Greenwich Village

11.Horaz, Oden I,9

12.Nikolai Leskow, Der versiegelte Engel

13.Herodot, Historien

14.Guy de Maupassant

15.Georg Forster, Entdeckungsreisen in die Südsee

16.Leopold Friedrich Günther von Goeckingh

Der gesuchte Lösungsspruch lautet: WO IST DER SCHNEE VOM VERGANGENEN JAHR?

Zu gewinnen waren die SZ Cinemathek "Berlinale Edition" (22 DVDs),

die SZ Klassik Edition "Meister Singer - Magische Momente des Klassischen Gesangs" (18 CDs)

und die SZ Bibliothek "Metropolen"

in 20 Bänden.

Die glücklichen Gewinner sind Petra Hein aus

Weilmünster, Helmut Piening aus München und Monika Seevaldt aus Hamburg. Wir gratulieren ihnen und danken allen Teilnehmern.

1. Frage

Noch mag sie bloß wie eine Bienenkönigin erscheinen, die kalte Monarchin, die über die Flocken gebietet. Aber bald schon wird sie das winterliche Idyll der beiden Kinder sprengen; und dann werden sie, getrennt voneinander, hoch und immer höher in den Norden reisen müssen.

Die Fenster waren oft ganz zugefroren; aber dann wärmten sie Kupferschillinge auf dem Ofen und legten den warmen Schilling gegen die gefrorene Scheibe; dadurch entstand ein schönes Guckloch, so rund, so rund; dahinter blitzte ein lieblich mildes Auge, eines vor jedem Fenster; das war der kleine Knabe und das kleine Mädchen. Er hieß X, und sie hieß Y. Im Sommer konnten sie mit einem Sprung zueinander gelangen; im Winter mussten sie erst die vielen Treppen herunter und die Treppen hinauf; draußen stob der Schnee.

"Das sind die weißen Bienen, die schwärmen", sagte die Großmutter. "Haben sie auch eine Bienenkönigin?", fragte der kleine Knabe, denn er wusste, dass unter den Bienen eine solche ist. "Die haben sie!", sagte die Großmutter. "Sie fliegt dort, wo sie am dichtesten schwärmen! Es ist die größte von allen, und nie bleibt sie ruhig auf Erden, sie fliegt weiter in die schwarze Wolke hinauf. Manche Mitternacht fliegt sie durch die Straßen der Stadt und blickt zu den Fenstern hinein, und dann frieren die ganz sonderbar und sehen wie Blumen aus." "Ja, das habe ich gesehen!", sagten beide Kinder und wussten nun, dass es wahr sei.

Schreiben Sie den ersten Buchstaben des zweiten Vornamens des Verfassers in Feld 10, den letzten des Nachnamens in Feld 12 ein.

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