Ein Auftritt des in Zürich einsitzenden Regisseurs Roman Polanski in Köln wurde abgesagt. Das Festival "Cologne Conference" wettert über die Schweizer Behörden.
Der Fall Roman Polanski - er rüttelt die deutsche Filmszene auf. Dem Verhalten der Schweizer Behörden könne man nur "fassungslos und mit großem Bedauern" zusehen, sagt Lutz Hachmeister, der Gründungsdirektor des Kölner Film- und Fernsehfestivals "Cologne Conference". Der dort für diesen Freitag vorgesehene Auftritt des in der Zürich einsitzenden Polanski ist abgesagt.
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Für das Holocaust-Drama "Der Pianist " - das Foto zeigt ihn bei den Dreharbeiten - bekam Roman Polanski 2003 den Oscar verliehen. Inzwischen sitzt der Regisseur in Haft. (© Foto: dpa)
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Mit diesem Fall habe sich die Schweiz "kulturpolitisch Zuständen wie im heutigen Iran" angenähert, so Hachmeister. Das Land erlebe ein "PR-Desaster". Wie immer man auch die Affäre aus dem Jahr 1978 bewerte, es sei "hinterhältig" gewesen, Polanski erst nach Zürich fliegen zu lassen, um ihn dann festzunehmen: "Man hätte ihm auch vorher sagen können, dass er in der Schweiz nicht erwünscht ist".
Der polnische Filmregisseur sollte in Köln den mit 25.000 Euro dotierten Filmpreis Köln erhalten und mit einer Retrospektive geehrt werden. Auch war ein Werkstattgespräch mit Polanski über dessen neuen Film "Ghost" vorgesehen.
"Wanted and Desired"
Gründungsdirektor Hachmeister weist auf eine E-Mail des Berner Bundesamts für Justiz hin - danach sei eine Teilnahme Polanskis an der Cologne Conference "leider ausgeschlossen", da der Regisseur "selbst bei einer Haftentlassung gegen andere Sicherungsmassnahmen die Schweiz nicht verlassen" dürfte. Das Auslieferungsverfahren, so die Schweizer Behörde, "dürfte mehrere Monate dauern, sofern sich Herr Polanski nicht mit einer vereinfachten Auslieferung an die USA" einverstanden erkläre.
Polanski war am Samstag während der Anreise zum Filmfest Zürich am Flughafen Zürich-Kloten festgenommen worden. Die eidgenössischen Justiz- und Polizeibehörden beriefen sich auf einen gültigen internationalen Haftbefehl gegen den Filmemacher. Der Oscar-Preisträger wird auf Erbitten der USA wegen einer Vergewaltigungsaffäre aus dem Jahr 1978 gesucht.
Das damals 13-jährige Opfer hat ihm allerdings inzwischen verziehen. Polanski war seinerzeit aus Los Angeles nach Paris geflohen, wo er seither lebt und mit der französischen Schauspielerin Emmanuelle Seigner verheiratet ist.
Die Festnahme Polanskis hat etliche internationale Proteste hervorgerufen, auch der französische Staatspräsident Nicholas Sarkozy und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski setzten sich für die Freilassung ein. Die Cologne Conference wird am Freitagabend statt des vorgesehenen Werkstattgesprächs den preisgekrönten Dokumentarfilm "Roman Polanski: Wanted and Desired" von Marina Zenovich zeigen - er beschäftigt sich vor allem mit dem Verhältnis Polanskis zur amerikanischen Justiz.
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(sueddeutsche.de/jja)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
daß da Leute für Polanski demonstrieren die ansonsten ganz andere Töne anschlagen wenn´s drum geht daß mal wieder irgendein ehrenamtlicher Sporthilfsbremser einem seiner Schützlinge in die Turnhose gegriffen hat.
Der Unterschied liegt natürlich auf der Hand: Ein armer kleiner Perversling hat halt einfach nicht das Geld um mal eben für ein paar Jahrzehnte abzuhauen. Und so gute Rechtsanwälte hat er freilich auch nicht - und vor allem: Er hat auch keine so einflußreichen Freunde in Politik, Presse und Showbiz. :)
Muss ich feststellen und Beiträge, die darauf hinweisen werden zensiert. Auch so macht man Politik,
haben eine eigenwillige Definition von Recht und Unrecht. Roman Polanski hat mit ner 13-jährigen gegen ihren Willen Sex und jetzt ist er halt dran. Nicolas Sarkozy würde das ganze wahrscheinlich anders sehen, wäre sein minderjähriger Sohn vergewaltigt worden. Auch Radosław Sikorskis Kinder sind noch minderjährig. Vielleicht wird das ganze in Kreisen, in denen Lutz Hachmeister verkehrt anders gesehen.
Warum allerdings die Auslieferung über 31 Jahre gedauert hat erschließt sich höchstens Kennern der US-amerikanischen Justiz.
Soviele Menschen scheinen enrsthaft dafür eintreten zu wollen Polanski anders zu behandeln als irgendeinen anderen Päderasten. Wie kommt es, daß soviele auch und gerade Prominente solch eine seltsame Haltung vertreten ?
Problematisch ist natürlich, daß diese Tat in den USA ungleich schwerer bestraft wird als zB in D oder F oder Pl. in D würde er dafür maximal 2 Jahre auf Bewährung kassieren.
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