Autor von "Der Fänger im Roggen" Fünf neue Bücher von J.D. Salinger angekündigt

Trotz seines frühen Ruhms veröffentlichte der amerikanische Autor J. D. Salinger außergewöhnlich wenig Bücher. Posthum soll sich das ändern. Bereits ab 2015 sollen fünf bisher unbekannte Manuskripte veröffentlicht werden. Dabei geht es um völlig neues Material, und um ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Vor drei Jahren starb der Autor Jerome David (J.D.) Salinger im Alter von 91 Jahren, nachdem er jahrzehntelang zurückgezogen lebte. Schon zu Lebzeiten kursierte immer wieder das Gerücht, Salinger würde weiterhin schreiben, obwohl er seit 1965 nichts mehr veröffentlicht hatte. Laut Regisseur Shane Salerno, der seit neun Jahren an dem Dokumentarfilm "Salinger" arbeitet, sind diese Gerüchte wahr - und ab 2015 werden insgesamt fünf bisher unbekannte Manuskripte Salingers veröffentlicht.

So habe Salinger vor seinem Tod die Veröffentlichung der Manuskripte angeordnet, die er bis 2008 geschrieben hat. In dem neuen Material soll es unter anderem um die Familie Caulfield gehen, die durch den 1951 veröffentlichten Roman "Der Fänger im Roggen" bekannt geworden ist. Darin beschrieb Salinger die Irrfahrt des jungen Holden Caulfield durch New York und verlieh einer missverstandenen Generation Gehör. Der Roman wurde zum Welterfolg und ein Meilenstein im Schaffen des Autors, der gerade 32 Jahre alt war, als "Der Fänger im Roggen" veröffentlicht wurde.

Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg

Eine weitere Geschichte soll sich um die Familie Glass drehen, die bereits aus der Erzählung "Franny & Zooeys" bekannt ist. Außerdem sollen sich die Manuskripte mit der Zeit Salingers als Soldat im Zweiten Weltkrieg beschäftigen. Salinger, der gut Deutsch sprach und in erster Ehe mit der Deutschen Sylvia Welter verheiratet war, arbeitete nach seinem Austritt aus der Armee für eine Abteilung des Nachrichtendienstes im fränkischen Gunzenhausen.

Die Dokumentation "Salinger, die in den USA am 6. September anläuft, besteht aus einem Film und einem begleitenden Buch. Gerade die Beziehung Salingers zu der Deutschen Sylvia Welter will der Film beleuchten. Dabei geht es um die Frage, ob Welter eine Zuträgerin der Gestapo war.