Teil der demokratischen Kultur

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Das wird das Dilemma der Kirchen in den bevorstehenden Auseinandersetzungen um die Frage sein, wie viel öffentliche Religion ein säkularer Staat mit einer sich säkularisierenden Gesellschaft braucht. Sie muss die Regeln der Mediengesellschaft kennen und die Instrumente der öffentlichen Auseinandersetzung handhaben. Doch tut sie das, gerät sie immer in den Verdacht, das Eigene zu verraten, den Kern, die christliche Botschaft; ein Akteur wie die anderen Parteien und Verbände auch, nicht der Begleiter bei der Taufe oder der Helfer in der Not.

Und diese Auseinandersetzungen kommen, das hat der große Streit ums kleine Fach Religion gezeigt. Es wird den Kirchen nicht helfen, wenn sie sich darauf zurückziehen, dass "Reli" in den anderen Bundesländern vom Grundgesetz garantiert ist. Sie brauchen inhaltliche Argumente dafür, dass dieses Fach eine andere Wirklichkeit in die Schule bringt, die zu kennen und zu erleben ein wichtiger Teil der demokratischen Kultur ist.

In Berlin müssen sie nun abrüsten: Das christliche Abendland geht nicht unter, weil es keinen Unterricht gemäß Grundgesetz-Artikel 7 gibt. Die Frage aber, ob dies nicht eine traurige Selbstverarmung des Schulwesens bedeutet, die dürfen und sollten die Kirchen weiterhin stellen, und einen guten Religionsunterricht anbieten. Der ist die beste Werbung.

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  1. Den Kirchen verzeiht man nicht
  2. Sie lesen jetzt Verrat an der christlichen Botschaft
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(SZ vom 28.4.2009/bön)