Online-Stellenbörsen So findet man im Internet einen Job

Bei der Stellensuche läuft längst nahezu alles übers Internet - doch das ist für Jobsuchende keine Einbahnstraße. Denn mit ein bisschen Geschick und Werbung können Fachkräfte Firmen auf sich aufmerksam machen.

Von Verena Wolff

Die Jobsuche ohne Internet ist kaum noch denkbar. Für Unternehmen sind Online-Jobbörsen das wichtigste Medium bei der Personalsuche, wie eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbandes Bitkom ergeben hat. Danach veröffentlichten im vergangenen Jahr fast 80 Prozent der Firmen offene Stellen in Jobbörsen wie Stepstone, Monster oder Jobscout24. Auch soziale Netzwerke wie Xing, Facebook und Twitter etablieren sich immer mehr als Medien für Jobsuchende. Doch nicht nur für Unternehmen ist das Internet die beliebteste Plattform, um sich Bewerbern zu präsentieren. Auch Arbeitsuchende können sich mit ihrem Profil bei den Firmen vorstellen.

Wer im kaufmännischen Bereich arbeitet, wird die meisten Stellenangebote bei der Bundesarbeitsagentur (BA) oder den Industrie- und Handelskammern (IHK) finden. Sinnvoll ist, in den Börsen nach unterschiedlichen Berufsbezeichnungen zu suchen, die das eigene Profil beschreiben. So kann ein Finanzbuchhalter auch als Controller oder Spezialist für das Rechnungswesen gesucht werden.

Neben den großen Jobportalen, die zum Teil sogar eine weltweite Stellensuche bieten, haben sich in den vergangenen Jahren Stellenbörsen für einzelne Berufsgruppen etabliert, die meist auf Fach- und Branchenportalen eingebaut sind. So finden Hotel-Fachleute einen Job bei hotel-career.de, Techniker können bei ingenieurkarriere.de suchen und Fachleute aus Land-, Forst- und Hauswirtschaft bei agrarjobboerse.de.

Die Portale sind übersichtlich gestaltet und machen es auch den Nutzern leicht, die mit den Feinheiten des Internets nicht vertraut sind. Einige Börsen wie Jobscout24.de kommen recht nüchtern daher; bei anderen, etwa monster.de, spielen Knallfarben eine wichtige Rolle. Gesucht werden kann nach Jobbezeichnungen, nach Art der Arbeit (Voll- oder Teilzeit) oder auch nach Orten. Einige Portale geben zudem Branchen vor, in denen Stellenanzeigen ausgeschrieben sind und machen die Navigation so noch einfacher.

Es kann mühselig sein, in den Dutzenden verschiedener Jobbörsen nach der geeigneten Stelle zu suchen - daher übernehmen diese Arbeit sogenannte Metasuchmaschinen wie jobworld.de, jobrobot.de oder jobrapido.de. Sie durchsuchen den Inhalt verschiedener Stellenbörsen und bieten eine entsprechende Übersicht der Stellen, die für einen Bewerber interessant sein können. Ein Manko hat diese Suche aber unter Umständen: Nicht in jedem Fall finden sich in den Ergebnissen der Metasuchmaschinen die Stellenanzeigen der kleineren, spezialisierten Portale. Zahlreiche Jobportale bieten zudem weit mehr als die simple Suche nach bestimmten Schlüsselwörtern: Bei monster.de, stepstone.de oder jobscout24.de etwa finden Arbeitsuchende zahlreiche Informationen zu den Themen Bewerbung und Karriere, können ihre Fragen in Foren stellen oder mit Karriereberatern chatten.

Die Jobsuche im Internet ist keine Einbahnstraße: Bei vielen Stellenbörsen haben Bewerber die Möglichkeit, eine virtuelle Bewerbungsmappe anzulegen. Darin werden die wichtigsten jobrelevanten Daten erfasst, Dokumente wie Zeugnisse oder der Lebenslauf können hochgeladen und hinterlegt werden. Auf diese Weise können Arbeitgeber im Netz auch nach Bewerbern suchen, deren Profile auf vakante Stellen passen. In der Regel ist die Stellensuche im Internet kostenlos - doch es gibt verschiedene Modelle. Manche Börsen bieten neben der kostenlosen Registrierung einen Bezahl-Account an. Die "Premium"-Nutzer bekommen dafür mehr Anzeigen zu Gesicht, oft werden Jobangebote auch zuerst für die freigeschaltet. Zudem haben sie häufig mehr Speicherplatz für ihre Unterlagen.