300 Euro monatlich weniger als ihre männlichen Kollegen verdienten die weiblichen Beschäftigten eines Hamburger Unternehmens - bis der Betriebsrat vor Gericht zog.
In Deutschland hat erstmals ein Betriebsrat mit einer Klage auf gleiche Bezahlung von Männern und Frauen auf Grundlage des neuen Gleichbehandlungsgesetzes einen Erfolg erzielt. Der Betriebsrat und das Unternehmen, die Süderelbe Logistik GmbH, vereinbarten am Donnerstag einen Vergleich, wie eine Sprecherin des Hamburger Arbeitsgerichts mitteilte. Bislang wurde die Arbeit der im Lager tätigen Mitarbeiter je nach Geschlecht nach unterschiedlichen Tarifverträgen vergütet. Dies führte dazu, dass Frauen bei gleicher Tätigkeit bis zu 300 Euro monatlich weniger verdienten als Männer.
Gleiche Arbeit, gleicher Lohn: Erstmals hat ein Betriebsrat aufgrund des Antidiskriminierungsgesetzes mehr Gehalt eingeklagt. (© Foto: iStockphoto)
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Strittig blieb zwischen dem Betriebsrat und dem Unternehmen, in welche Lohngruppen Teilzeitbeschäftigte einzuordnen sind. Darüber wird am 29. November weiter vor Gericht verhandelt.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) war im vergangenen August nach langem Hin und Her in Kraft getreten. Es sieht einen weit reichenden Diskriminierungsschutz am Arbeitsplatz und in weiten Teilen des privaten Geschäftsverkehrs vor. Festgelegt ist darin, dass niemand wegen des Geschlechts, Alters, der Rasse, ethnischen Herkunft, Religion, Behinderung oder sexuellen Orientierung benachteiligt werden darf.
(AFP)
Nein Frauen sollte man nicht frühzeitig erschießen, weil sie eine höhere Lebenserwartung haben. Jedoch sollte Männer dann ein früheres Renteneinstiegsalter zugesprochen werden. Und wenn sich hier paar ungerecht behandelt fühlen, dann führen wir doch Geschlechterquoten bei allen Beruf ein! Einfach 50% aller Stellen mit Frauen besetzen!
Zum Beispiel unter Tage beim Kohleabbau oder auf der Autobahnbaustelle, bei der Müllabfuhr, bei den unterbezahlten Dachdeckern, Kanalreinigern, ...
@ds37: Schau Dir doch bitte einmal die Bewertung des ersten Kommentars zu diesem Artikel an,der schlicht in einem Satz feststellt,dass es gut sei,wenn Männern und Männinen der gleiche Lohn gezahlt wird: 2 von 4 Bewertern haben dies schlecht gefunden.
Ich gebe Dir Recht, dass sich zwar nicht alle, aber viele Kommentare für gleichen Lohn von Mann und Frau aussprechen.Dann werden teilweise aber sofort Gesichtspunkte angehängt (längere Lebenszeit der Frauen=längerer Genuss der Rente;zum Kinderkriegen würden Frauen ja schließlich nicht gezwungen,etc), die mit "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" nichts zu tun haben und nach meiner Einschätzung in Wirklichkeit die Richtigkeit des obigen Satzes wieder relativieren sollten.
Für diese These sprach auch der angeschlagene agressive Ton dieser Beiträge. Inzwischen bin ich aber zu der überzeugung gekommen, dass der dadurch entstanden ist,dass eine Reihe der Kommentatoren offensichtlich meinen , in ihrem Leben in Situationen gewesen zu sein, in denen ihnen Frauen vorgezogen wurden, eben weil sie Frauen waren und dass es generell eher eine Ungleichbehandlung zu Lasten der Männer gibt.
Ich habe damit keine persönliche Erfahrung.
Mein Kommentar bezieht sich einzig auf die unzulässige Verknüpfung von existierenden Geschlechterunterschieden ,die nichts mit der (Arbeits)Leistung zu tun haben ,mit dem alleinigen Ziel, die gehaltliche Gleichbehandlung der Frauen mit den Männern in Frage zu stellen.
wann die Klassenkämpferinnen und Gerechtigkeitsfanatikerinnen durchsetzen, dass Gleichstellungsbeauftragte das gleiche Gehalt kriegen wie Gleichstellungsbeauftragtinnen, Frauenforscher wie Frauenforscherinnen, Müllfrauen wie Müllmänner, Zimmerfrauen wie Zimmermänner.
Ach so, die ersten beiden Berufe dürfen Männer nicht ausüben und die zweiten wollen Frauen nicht? Komisch, ich denke alle Menschen sind gleich!
Zur Sache:
Glaubt doch im Ernst niemand, dass bei Lagertätigkeiten, Kommissionierung und Verpackung die Kaffeetanten genauso viel schaffen wie Männer!
Dieses Urteil wird für die Firma fatale Folgen haben. Bis jetzt haben die Männer stillschweigend mehr getan als die Frauen. Wenn die Säge klemmt, packen die einfach zu. Keiner macht darum einen großen Aufriss.
Das wird sich jetzt ändern. Keiner, der noch zupackt, wenn das zarte Prinzeßchen sich überfordert fühlt. Kollegiale Hilfe das war einmal. Mann wird nicht mehr zupacken, sondern den immer gleichen Spruch ablassen:
Du bekommst jetzt so viel Geld wie ich also arbeite wie ich
Der Betriebsfrieden ist hin, ein für alle mal. Diskussionen ohne Ende, nichts geht mehr. Ein schöner Erfolg, den die Klassenkämpferinnen errungen haben.
So kann man den Standort Deutschland auch kaputt machen.
Sie haben ja so Recht mit dem, was Sie schreiben, und sprechen mir voll und ganz aus dem Herzen. überall nur "Frauendiskriminierungen" und kein Ende. Wann schreiben die Zeitungen mal etwas darüber,
dass die Arbeitslosenquote bei Männern seit 1991 um 95 Prozent, bei Frauen dagegen nur um 27 Prozent gestiegen ist,
dass laut DGB im Jahre 2005 die Arbeitslosigkeit bei unter 25-jährigen Männern um 40 Prozent höher lag als bei den gleichaltrigen Frauen,
dass teilzeitbeschäftigte Männer im Durchschnitt 20 Prozent weniger verdienen als ihre weiblichen Kollegen,
und dass 24 der 25 Berufe mit der höchsten Todesrate fast reine Männerberufe sind? Bei den gefährlichen, unfallträchtigen, schmutzigen, krank machenden Arbeiten war noch nie der Ruf nach "Gleichberechtigung" und "Frauenquote" zu vernehmen.
Zum Urteil: Da hat Ex-Familienministerin Renate Schmidt ja wohl mal Recht gehabt, als sie seinerzeit sagte: Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang (von Einzelfällen abgesehen) eine ungleiche Bezahlung gibt. Nur leider hapert es im Regelfall daran, dass es wegen der häufigeren Unterbrechung der Erwerbstätigkeit eben nicht die gleiche Berufserfahrung ist, und es häufig auch nicht die gleichen Tätigkeiten sind. Ansonsten ist Lohndiskriminierung auch heute schon bei uns verboten. Und jede Frau hat die besten Chancen, eine Klage zu gewinnen, wenn es eine ungleiche Bezahlung bei sonst gleichen Voraussetzungen gibt.
@Parisien
Vielleicht hättest Du die Beiträge noch einmal lesen sollen. Niemand hat hier bestritten, dass es selbstverständlich sein muss, dass Menschen - gleichgültig welches Geschlecht oder sonstige Merkmale - für gleiche Arbeit gleiches Geld bekommen sollten. überrascht waren wohl alle, dass es so etwas überhaupt noch gibt. Was aber immer mehr Männer aufbringt, ist die Tatsache, dass immer nur dann ein großes Fass aufgemacht wird, wenn es darum geht, tatsächliche oder fiktive Frauenbenachteiligungen zu beseitigen. Die vielen, gesetzlich festgelegten Diskriminierungen von Männern, die es hierzulande gibt, interessieren keine Sau - nicht die Politik, die diese Sauereien verursacht hat, nicht die Medien und auch nicht den öffentlichen Diskurs. Es ist allerhöchste Zeit, dass sich das ändert. Insofern ist es richtig, in Zusammenhang mit Geschlechtergerechtigkeit auch auf andere Defizite, die permanent verschwiegen werden, hinzuweisen.
@melat
Vermutlich bist Du schlecht informiert. Erziehungszeiten von Kindern werden in Bezug auf die Rente bereits heute äußerst großzügig anerkannt, es sei denn man ist so vermessen zu fordern, dass Frauen auf Grund des Martyriums Kind bereits nach der Geburt des ersten Kindes in den wohlverdienten Ruhestand gehen können.
Bereits heute erhalten Frauen bei jedem Kind 3 Jahre lang einen Rentenpunkt jährlich, d.h. die Kindererziehung wird mit dem Durchschnittseinkommen aller Beschäftigten (derzeit in der Größenordnung von 35000 Euro) vergütet. Ich habe einige Freunde, die trotz ständiger Vollzeitbeschäftigung in keinem Jahr einen vollen Rentenpunkt erhalten haben und wohl auch nie erhalten werden. Und bei der Rente mit 67 werden Frauen für die 45-Jahre-Regelung immerhin 10 (!!) Jahre Kindererziehungszeiten angerechnet. Frauen, die da immer noch klagen, müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, den Hals nicht voll zu bekommen. Es ist außerdem zu bedenken, dass viele Männer in ihren harten Jobs aus gesundheitlichen Gründen nie bis 67 arbeiten können. Doch im Gegensatz zu den geschundenen und geplagten Müttern hat man für diese Leute, die sich Jahrzehntelang für ihre Familien (!) aufopfern, keine Sonderregelungen getroffen. Tolle Geschlechtergerechtigkeit, nicht? Und wenn man Unisextarife bei den Einzahlungen macht, kann man erwarten, dass auch be
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