Studenten trinken längst nicht mehr nur Kaffee: Sie putschen sich mit Lernpillen auf. Trendforscher Sven Gábor Jánszky über Gehirndoping.
sueddeutsche.de: Herr Jánszky, was versteht man unter Gehirndoping?
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Auch in Deutschland glauben immer mehr Studenten, Lernstress und Prüfungen nur mit Pillen bewältigen zu können. (© Foto: iStock)
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Sven Gábor Jánszky: Gehirndoping beschreibt die Verbesserung der Hirnleistung durch Medikamente. Es wird mit Pillen betrieben, die eigentlich für Kranke gedacht sind. Gesunde können dadurch ihre Hirnleistung deutlich verbessern: Sie können sich Dinge besser merken und werden gleichzeitig kreativer - weil sich Informationen im Hirn schneller verbinden als ohne Medikamente. In den nächsten Jahren wird sich dieser Trend immer mehr verbreiten.
sueddeutsche.de: Woran machen Sie diesen Trend fest?
Jánszky: In Internetapotheken stieg in den letzten Monaten der Verkauf von Medikamenten fürs Hirn sprunghaft an. Ansonsten werden solche Mittel so gut wie nie verkauft.
sueddeutsche.de: Wie wurden diese Medikamente bekannt?
Jánszky: Amerikanische Kampfpiloten haben festgestellt, dass sie mit Ritalin und ähnlichen Mitteln ihre Aufmerksamkeit steigern können. Diese Information gelangte über das Internet erst in die amerikanische, dann in die deutsche Studentenszene. So haben auch Studenten angefangen, vor Prüfungen die Mittel zu nehmen.
sueddeutsche.de: Wie weit ist das Gehirndoping unter deutschen Studenten verbreitet?
Jánszky: Es gibt hierzulande zwar noch keine konkreten Untersuchungen, aber viele Studenten nehmen die Mittel bereits ein. In den USA dopen sich laut verschiedenen Studien 16 bis 25 Prozent der Studenten regelmäßig vor Prüfungen. Bei uns sind es etwas weniger, weil man die Medikamente nicht rezeptfrei in normalen Apotheken bekommt, sondern nur im Internet. Aber sobald klar wird, dass die Nutzer tatsächlich in ihren Prüfungen Erfolge haben, wird sich Gehirndoping schnell verbreiten. Einige Professoren haben mir bereits berichtet, dass ihre Studenten plötzlich besser geworden sind, und führen das auf Gehirndoping zurück.
sueddeutsche.de: Wo fängt denn Hirndoping an? Wenn sich ein Student mit einem Betablocker beruhigt? Oder erst bei Aufputschern wie Ritalin?
Jánszky: Die Frage, wo man die Grenze zieht, ist genauso schwierig wie die Frage, ob Alkohol ein Suchtmittel ist. Im Grunde ist Kaffeetrinken zum Wachwerden nicht viel anders. Man nimmt einen Wirkstoff ein, der im Gehirn etwas bewirkt. Man könnte also argumentieren, dass Kaffeegenuss zwar nicht zur verstärkten Ausschüttung von Dopamin führt, aber möglicherweise genauso wie die Medikamente zu besseren Leistungen führt.
sueddeutsche.de: Wird es an Unis in Zukunft eine Art Dopingtest geben?
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- Universitäten Doping-Kontrolle für Studenten 10.03.2008
Schuldenkrise in Griechenland
Es gibt Berichte von Menschen die nach einem Unfall mit Hirnschaden besondere Fähigkeiten entwickelten.
Bevor ich ich der Mittelmäßigkeit oder tiefer dahinvegetiere würde ich mich einer entsprechenden Operation am Gehirn unterziehen wenn genau bekannt
ist was zu welchem Ergebnis führt.
Ein Mann der sein Leben lang Gewalttäter war (alleine durch das zushclagen hat er sich mehrfach Handknochen gebrochen), ist nach einen Hirnschlag ein
sehr emotionaler Künstler geworden.
Ich würde die andere Hirnhälfte präferieren. Also Logik und Intelligenz.....
In einem Test hat man Menschen mit starken elektromagnetischen Feldern die Hirnhälfte temporär lahmgelegt die für das emotionale Denken zuständig
ist.
Sie konnten Mathematische Aufgaben in einer Geschwindigkeit lösen wie es sonst nur Inselbegabte können.
@ Apfelbutzn
Es ist jetzt schon so, "je praller das portemonnaie , umso mehr geld bleibt dann für intelligenzsteigerung und eingriffe in die schönheit".
Bitte bei YouTube mal Bildungschancen in Deutschland eingeben. Ich glaube die Studienquote liegt zwischen Nichtakademikerkindern gegenüber
Akademikerkindern bei ca. 25% zu 88%.
Die Personen die Hirndoping als "Betrug" bezeichnen, sind Die die es für sich oder ihre Kinder ablehnen (die Gründe habe ich oben schon versucht anzureissen), es aber niemand anders gönnen, weil sie Angst haben sie bzw. ihre Kinder könnten beruflich und sozial abgehängt werden.
Ziemlich egoistische Beweggründe.
Was ist gerecht und was ungerecht?
Wenn sich keiner dopen darf ist das ungerecht für die weniger intelligenten.
Wenn sich nur die Benachteigten dopen dürfen ist das ungerecht gegenüber den intelligenteren.
Am gerechtesten ist es wenn sich alle dopen dürfen.
Das ist eine einfache Abwägung.
Wenn man sieht welches Leben die "Dummen" führen müssen, und welches die mit 10 oder 20 Punkten, würde so ein Doping zumindest die Möglichkeit bieten dass jeder glücklicher leben kann.
Das System verlangt aktuell doch nach gut ausgebildeten (akademisch) Fachkräften.
Durch die Anhebung der Intelligenz wird es mehr davon geben können. Auch wenn in allen Intelligenzschichten gedopt wird.
Eine "Verschiebung" des Spektrums nach oben ist also kein Nachteil wie es der 5. Kommentar auf Seite 2 vermitteln will.
Eine Anhebung der Intelligenz in allen Schichten hilft allen (wirtschaftlich und privat).
Ich werde wahrscheinlich eine Webseite mit Propaganda für diese Art des "Dopings" ins Internet stellen, und dort die Medikamente nennen.
Evtl. noch Tipps wie man sie im Internet ohne Rezept findet, und wie man sie evtl. selbst einschmuggelt.
@ Flavourmetz und Jupp Derwall
Das hier genannte "Alzheimerpräparat" ist wohl "Levodopa".
Es steigert das natürliche Dopamin im Gehirn. Das wurde auch im Bericht genannt.
Man kann es nicht künstlich zuführen, da es die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann.
In Studien wurde eine Steigerung der Lernfähigkeit festgestellt.
Also "Jupp Derwall", es ist belegt!
Die Art der Evolution wie sie früher galt, gilt nicht mehr.
"Survival of the fittest", also das Überleben des Clevereren (nicht stärkeren) gilt nicht mehr.
Die weniger intelligenten werden durch die Gesellschaft getragen und können sich fortpflanzen.
Nicht dass ich das Gegenteil fordere, aber der Mensch muss einfach selbst eingreifen wenn er nicht evolutionär stehen bleiben will.
Damit stehe ich nicht alleine dar. Neben den Transhumanisten sagt dies z.B. auch Professor Stephen Hawking.
Hirndoping durch Medikamente ist da noch die am wenigsten "invasive" Methode.
Eine echte Weiterentwicklung würde eine genetische Manipulation oder zumindest Auslese erfordern.
Was es heute schon gibt, ist eine "Eugenik" unter intelligenten Menschen.
Mitglieder des Mensa-Clubs werden häufiger als andere Intelligente Menschen zum Partner nehmen, weil sie sie durch Mensa kennen lernen.
So wie Schauspieler oft untereinander heiraten.
Daher finde ich es gut, wenn solche Leute wie hier durch ihr ständiges Wiederholen, dass es in X Jahren jeder macht, dabei sind ihre Prophezeihung selbst zu erfüllen.
Ein weiteres interessantes Gedankenspiel:
Man will ja gegen Menschen vorgehen die Gendoping für sportliche Leistungssteigerung betreiben.
Warum? Das ist dann der Zustand des Körpers ohne Medikamente. Es gibt Menschen die von Geburt an z.B. mehr rote Blutkörperchen produzieren.
Die sind wie auf Dauer-Epo.
Schach gilt auch als Sport. Hier ist der Unterschied zwischen den Menschen besonders groß (größer als beim SPort wo Training jeden gut macht).
Der intelligentere hat sehr große Vorteile. Der IQ geht abgesehen von besonders schwachsinnigen Fällen gut 80 bis 230.
Will man Menschen z.B. von Schachturnieren ausschließen die ihre Intelligenz künstlich gesteigert haben? Wo bleibt da die Gerechtigkeit gegenüber denen die von Natur auch hochintelligent sind?
In Bezug auf Schule und Studium darf sich diese Frsge ohnehin nicht stellen.
Da geht es nicht um einen Wettkampf mit Gewinnern, sondern nur um die feststellung eines Wisssenstandes.
Ob dieser mit sehr harter Arbeit oder mit weniger harter Arbeit und medizinischem Eingriff (ob Medikamentös oder Chirurgisch) erfolgte ist irrelevant.
Wer hier behauptet TV-Verzicht und "Humor" würden als Alternative helfen scheint ein Pseudokonservativer ("seht her was für ein guter Mensch ich bin") Emotionalist zu sein.
Was sind das überhaupt für Argumente die mit den Nebenwirkungen eines bestimmten Medikaments dagegen argumentieren?
Ritalin ist nur ein Mittel. Es gibt auch noch Levodopa (Alzheimer). Außerdem müsste erstmal ein Medikament zur geistigen Leistungssteigerung gezielt entwickelt werden, bevor man gegen Nebenwirkungen wettert. Auch das Glücksgefühl kann ein Faktor zur geistigen Leistungssteigerung sein.
Daher sind "Glückspillen" wie "Prozac" (BRD: Fluctin) auch eine Möglichkeit.
Immer diese angeführte "Ethik". Das ist das "unethischste" Argument überhaupt.
Angebliche Experten ("Ethiker" sind ein Niveau mit "Society-Experten" und Co.) die z.B. anführen dass man den Charakter einer Person nicht verändern dürfe.
Dafür gibt es keine logischen Gründe. Diese angeblichen Ethischen Gründe sind doch eher religiöser Art.
Keine Änderung der "gottgewollten" Situation. Und dass sind keine Calvinisten oder ähnliche S*****R die so etwas vertreten.
Das sind "Ethiker" (für mich eine Stufe mit Astrologen, Esotherikern usw.) die sich aber z.B. gegen Krebs behandeln lassen würden.
Das wäre aber etwas das Calvinisten auch ablehnen würden. Ich glaube das sind nur wichtigtuer die sich als gute Menschen profilieren wollen.
In dem Bericht an den ich mich erinnere ging es um Psychopharmaka wie "Prozac".
Besser ein glücklicher Abiturient mit der Möglichkeit zu studieren, als ein unglücklicher Hauptschüler, Realschüler....
Solch ein Leben führen zu müssen, weil es genetisch oder von einem schlechten Schulsystem (Deutschland) verschuldet ist, ist auch nicht anders zu sehen als wenn jemand Krebs bekommt.
Man kann etwas dagegen tun, also sollte man es auch. Zumindest wenn die Person es will.
Ich hoffe Links mit Zitaten und Quellenangabe sind in Ordnung (rechtlich ist es das).
Dazu hat auch der Spiegel einen Artikel:
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Kopfwelten-Hirndoping/648243.html?p=2
Ich zitiere den letzten Absatz:
Zweifellos stehen wir somit vor einem moralischen Dilemma: Soll es künftig erlaubt, erwünscht oder auch nur schick sein, die Neurochemie des Gehirns
gezielt zu stimulieren? Damit wir tiefer denken, schneller assoziieren oder vielleicht auch intensiver fühlen können? Könnten wir das überhaupt
verhindern, wenn wir wollten? Bevor wir in spontane Entrüstung ausbrechen und Moralinsaures verbreiten, sollten wir jedenfalls einen Moment still
werden und in uns hineinhören. Verlogene Debatten haben wir nämlich schon genug.
Genau diese unreflektierte "verlogene" Art kann man hier in vielen Kommentaren finden.....
Hier noch ein zweiter:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,464131,00.html
Ich zitiere den letzten Absatz:
Gerade in der Ära der Globalisierung könnten Lernpillen, wie die "Wirtschaftswoche" ganz unironisch kommentierte, der Bundesrepublik helfen, "im
internationalen Standortwettbewerb besser zu bestehen: Deutschland ist arm an Bodenschätzen, umso wichtiger für die Volkswirtschaft ist die geistige
Leistungsfähigkeit der Nation".
Traurig ist wie bei den Pro-lern oft gleich angenommen wird sie wären von der Industrie bezahlt.
Da scheint es eine große Realitätsverzerrung zu geben, wenn diese Leute sich nicht vorstellen können dass es Menschen gibt die tatsächlich dafür
sind. Und wer dagegen ist wird als "unkritisch" diffamiert. Man kann auch gegen die Leute kritisch vorgehen die dagegen sind.
Das mache ich hier.
Lieber "den Körper kaputt machen" (halte ich für übertrieben, bei Ritalin gilt das eher im Wachstum, wo es aber besonders oft verschrieben wird), als
sich sein Leben durch einen minderwertigen Ausbildungsberuf kaputt machen. Das führt dann evtl. zum Freitod.
Und die die nur sagen "wir brauchen aber auch Müllmänner und Kassierer" sind auf dem gleichen Niveau wie der Adel vor mehreren Hundert Jahren der
auch seinen "Pöbel" brauchte.
Schon mal den Film "Clockwatchers" gesehen?
So ein Leben führen zu müssen ist auch "gesundheitsgefährdend", um ein Wort dass hier gegen Hirndoping angeführt wurde zu verwenden.
Es gefährdet die Psychische Gesundheit sehr. Dadurch besteht die Gefahr eines früheren Todes. Nicht nur durch Freitod.
Paging