Gehälter in Deutschland Im Durchschnitt 41.509 Euro

Deutsche Arbeitnehmer haben im vergangenen Jahr 2,8 Prozent mehr verdient als noch 2007. Die höchsten Gehaltszuwächse gab es ausgerechnet im Kredit- und Versicherungsgewerbe.

Die Verdienste der Arbeitnehmer in Deutschland sind im vergangenen Jahr im Schnitt stärker gestiegen als die Verbraucherpreise. Insgesamt erhöhten sich die Löhne und Gehälter im Vergleich zu 2007 um 2,8 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin mit. Im selben Zeitraum betrug die Teuerungsrate 2,6 Prozent.

Gehälter in Deutschland Im Durchschnitt 41.509 Euro, ddp

Gehälter in Deutschland: Bei den Lohnnebenkosten landete Deutschland im Mittelfeld der EU-Statistik.

(Foto: Foto: ddp)

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich verdiente demnach durchschnittlich 41.509 Euro brutto.

3,5 Prozent Zuwachs bei Dienstleistungen

Allerdings profitierten laut Statistik nicht alle Arbeitnehmergruppen gleichermaßen, wie der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, am Mittwoch in Berlin mitteilte. Im verarbeitenden Gewerbe (plus 2,3 Prozent), im Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (plus 2,4 Prozent) sowie besonders im Gastgewerbe (plus 1,7 Prozent) stiegen die Einkommen langsamer als die Verbraucherpreise.

Im Handel gab es ebenso wie im Bereich Erziehung und Unterricht ein Plus von 2,7 Prozent. Der Bereich der Energie- und Wasserversorgung sowie das Baugewerbe verzeichneten einen Verdienstzuwachs von je 3,2 Prozent. Bei den unternehmensnahen Dienstleistungen registrierten die Statistiker einen Zuwachs von 3,5 Prozent.

Die höchsten Verdienstzuwächse gab es im Kredit- und Versicherungsgewerbe mit einem Plus von 4,6 Prozent sowie im Bergbau, wo die Verdienste um 4,4 Prozent stiegen.

Der Osten liegt noch immer zurück

In den neuen Ländern stiegen die Verdienste mit einem Plus von 3,0 Prozent auf 30.151 Euro geringfügig stärker als im früheren Bundesgebiet. Dort gab es einen Anstieg um 2,8 Prozent auf 43.310 Euro. Damit erreichten Arbeitnehmer in Ostdeutschland 70 Prozent des Verdienstniveaus in Westdeutschland.

Die Arbeitskosten in Deutschland stiegen laut Egeler nur moderat an. Gemessen in der jeweiligen Landeswährung hatte Deutschland in der Privatwirtschaft mit einem Vorjahresplus von 2,5 Prozent das geringste Wachstum der Arbeitskosten aller EU-Mitgliedstaaten nach Malta (plus 1,8 Prozent).

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