DBA-Programme dauern zwischen drei und sechs Jahren. Christian Euteneuer will spätestens Mitte 2007 mit seinem Doktorandenstudium fertig sein. "Am Anfang habe ich täglich mindestens eine Stunde und den ganzen Samstag gelernt", erzählt er. Zusätzlich hat er mehrere "tought modules" in Bradford, in den Niederlanden oder an einem deutschen Studienort absolviert.

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Freitags hin, Sonntags zurück, dazwischen Unterricht, Diskussionen und Gruppenarbeiten mit seinen Kommilitonen. Jeweils im Anschluss an ein solches Unterrichtsmodul ist eine schriftliche Hausarbeit fällig. Außerdem werden in jedem akademischen Jahr vier Peer-Workshops angeboten werden, zwei davon sind für alle Studierende Pflicht. Gemeinsam mit Professoren und Studienkollegen arbeitet man dissertationsnahe Themen aus, präsentiert seine Lösungsvorschläge und verteidigt sie gegen die Argumente der anderen. Dafür entfällt das oft mühsame Suchen nach einem Professor, der die Doktorarbeit annimmt und begleitet. "Den Doktorvater bekommt man von der Universität zugewiesen", sagt Euteneuer, "und der nimmt sich wirklich Zeit für uns."

Neben dem Betriebswirt nehmen zehn weitere Frauen und Männer aus mehreren Ländern an dem 2004 begonnenen DBA-Programm Teil, darunter auch ein Araber, der eigens für die Unterrichtsblöcke aus den Emiraten einfliegt. "Wir treffen uns auch außerhalb der Universität regelmäßig, das stärkt das berufliche Netzwerk." Und es hält vermutlich oft solche Kandidaten bei der Stange, die aufgrund der Arbeitsbelastung schon fast hätten aufgeben wollen.

Wie der Mann aus Neuwied studieren die meisten Kandidaten nebenberuflich. Für die Teilnahme an den mehrtägigen Seminaren, das Schreiben der Hausarbeiten und die Vorbereitung auf die Prüfungen opfern sie den Urlaub. Am Ende des Studiums steht die Dissertation. Sie soll ein praktisches, betriebswirtschaftliches Problem behandeln, dessen Lösung wissenschaftlich fundiert ist. Anders als beim PhD oder beim deutschen Dr. rer. oec. wird keine ausschließlich theoretische Erörterung gefordert. Das macht den DBA für Studierende interessant, die keine Hochschulkarriere anstreben, sondern dank des Doktorgrades im Investmentbanking, bei Unternehmensberatungen oder in Konzernen aufzusteigen hoffen.

Die Sehnsucht nach dem Doktortitel ohne anstrengende Theoriebüffelei und das Antichambrieren beim Professor treibt viele Manager und Unternehmer um. Davon profitieren neben Nimbas zwei weitere DBA-Anbieter in Deutschland. Von seinem Brückenkopf in Düsseldorf aus schickt das britische Henley Management College die angehenden Doktoren an die Brunell University nach London. Die International Business School (IBS) in Lippstadt arbeitet mit der University of Surrey zusammen. Bei allen halten sich die Kosten für die DBA-Programme in etwa die Waage, leichte Unterschiede gibt es bei den Zulassungsbedingungen, größere bei den Forschungsschwerpunkten.

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(SZ vom 7.10.2006)