Tierhaarallergie Was gegen die Tierallergie hilft

Behandlung

Die Diagnose Tierallergie kann hart sein. Denn für gewöhnlich besteht die Behandlung darin, die entsprechende Tierart zu meiden - und unter Umständen sein geliebtes Haustier abzugeben.

Eine Desensibilisierung, wie beim Heuschnupfen, ist bei Tierallergien nicht so einfach möglich. "Die Desensibilisierung mit Tierhaaren wird meist nicht so gut vertragen wie beispielsweise bei Pollen und das Risiko für das Auftreten von Komplikationen ist wesentlich größer", erklärt Margitta Worm.

Da die meisten Menschen nicht auf jeglichen Kontakt zu Tieren oder ihren Haltern verzichten können, helfen in akuten Situationen auch Antihistaminika in Tablettenform, als Flüssigkeiten zum Auftragen oder ein Adrenalin-Spray zum Inhalieren. Die Medikamente sollten aber nicht dauerhaft und ohne ärztliche Absprache eingenommen werden.

Wer sich partout nicht von seinem Tier trennen kann oder gegen das Tier eines Verwandten oder Kollegen allergisch reagiert, sollte einige Regeln beachten, um die Belastungen in Grenzen zu halten.

Wenn man gegen ein fremdes Tier allergisch ist

  • Tierhalter bitten, das Tier nicht mit zu Treffen zu bringen.
  • Tierhalter bitten, Kleidung zu tragen, die keinen Kontakt zum Tier hatte.
  • Bei Kaninchen- oder Pferde-Allergie Kleidung und Möbel überprüfen. In Pelz, Angora-Gewebe, Matratzen, Teppichen und Polstermöbeln können Kaninchen- oder Pferdehaare enthalten sein.
  • Bei einer Pferde-Allergie vor einer Impfung den Arzt darauf hinweisen. Manche Impfstoffe werden mit Pferdeserum hergestellt.
  • Bei einer Vogel-Allergie auf Kissen und Bettdecken mit Federfüllung verzichten.

Wenn man gegen sein eigenes Tier allergisch ist

  • Das Tier nicht auf das Sofa und keinesfalls ins Schlafzimmer lassen.
  • Kissen und Decken, auf denen das Tier gelegen hat, nicht mehr verwenden. Die Allergene verschwinden nicht durch Waschen und bleiben zum Teil noch Jahre lang im Stoff.
  • Staubsauger mit speziellem Filter verwenden. Weitere Informationen über geeignete Sauger gibt es beispielsweise hier.
  • Die Pflege und Reinigung von Tier und Käfig sollte ein anderer Mensch übernehmen, am besten im Freien.
  • Bei einer Katzen-Allergie den Kater kastrieren lassen. Dann produziert er nur noch etwa halb so viele Allergene.

Vorbeugen

Die Erkenntnisse sind in diesem Bereich rar. Wissenschaftler wissen, dass Mütter das allgemeine Allergierisiko ihrer Kinder senken können, wenn sie während der Schwangerschaft nicht rauchen und ihre Babys stillen. Ob der Kontakt zu Tieren eher förderlich oder schädlich ist, hängt vermutlich mit der genetischen Veranlagung zusammen. Dennoch wird nicht empfohlen, Kinder vorsorglich von jeglichen Tieren fernzuhalten.